Inlandsverwendung von pflanzlichen Ölen und Fetten sinkt 2020 bei leicht steigender Herstellungsmenge und erhöhten Ausfuhren

Laut vorläufigen Berechnungen lag die Inlandsverwendung von pflanzlichen Ölen und Fetten im Jahr 2020 bei 5,3 Millionen Tonnen und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,7 % gesunken. Davon wurden 2,9 Millionen Tonnen (54,2 %) industriell verwertet, 1,6 Millionen Tonnen (30,0 %) dienten als Nahrung und 0,5 Millionen Tonnen (9,1 %) sind verfüttert worden. Die industrielle Verwertung von pflanzlichen Ölen und Fetten ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % zurückgegangen. Der Nahrungsverbrauch ist hingegen leicht angestiegen (rund 1,6 %).

Bei der Herstellung von pflanzlichen Ölen und Fetten zeichnete sich im Jahr 2020 zum ersten Mal seit fünf Jahren ein Anstieg im Vergleich zu dem Vorjahr ab. Die Herstellungsmenge ist auf 4,6 Millionen Tonnen angestiegen (0,7 % oder 30 Tausend Tonnen gegenüber dem Vorjahr). Dabei hat die Menge, die aus inländischen Ölsaaten stammt, mit 1,1 Millionen Tonnen ebenfalls leicht zugenommen (1,0 %).

Die Einfuhren von pflanzlichen Ölen und Fetten sind laut vorläufigen Außenhandelsdaten 2020 mit 3,2 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % zurückgegangen, während die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahr mit 2,5 Millionen Tonnen (9,8 %) deutlich gestiegen sind.

Es wurde 2020 mehr Margarine in Deutschland hergestellt als 2019 (6,4 %) und auch die Inlandsverwendung von Margarine ist leicht angestiegen (2,8 %). Laut vorläufigen Außenhandelsdaten ist die Einfuhrmenge von Margarine deutlich um 30,2 % zurückgegangen, während die Ausfuhrmenge um 5,3 % gesunken ist. 

Im Jahr 2020 lag der Selbstversorgungsgrad von Ölen und Fetten insgesamt bei 22 % und damit einen Prozentpunkt über dem des Vorjahres.

Quelle: BLE, Referat 415