Springe zum Hauptinhalt der Seite

Archiv

Startseite-News-Details

Erntebericht 2022

Nachricht vom:

Der erste Bericht über die diesjährige Ernte zeigt Licht und Schatten.

Gerstengrannen
Beschreibung des Bildelements: Gerste

Es gibt einerseits die guten Nachrichten: Wintergetreide und Raps profitierten in vielen Regionen, leider aber nicht überall, von den Niederschlägen im vergangenen Winter und konnten so Hitze und Trockenheit im Frühsommer trotzen. Anders als im Vorjahr gibt es in diesem Jahr reichlich Obst. Das Angebot an Bio-Gemüse wächst.

Andererseits sind herbe Einbußen zu verzeichnen: Der Ertrag beim Körnermais ist in vielen Regionen katastrophal. Oft bleibt den Landwirten nichts Anderes übrig, als ihn zu Silage zu verarbeiten, um überhaupt etwas zu retten. Und "Grünland" ist an vielen Stellen nicht mehr grün, sondern eher braun, weil es vertrocknet ist. Konkret bedeutet das: Es fehlen mehrere "Schnitte" für das Winterfutter der Tiere.

Mit dem Klima ändert sich das Wetter, und damit ändern sich die Bedingungen für die Landwirtschaft immer grundlegender. Die Veränderungen sind mittlerweile regelrecht mit den Händen zu greifen und spiegeln sich auch im Erntebericht.

Von Februar und April einmal abgesehen, gab es in allen Monaten des Jahres 2022 zu wenig Niederschläge. Auch in diesem Jahr gab es eine ausgeprägte Frühjahrs- und Sommertrockenheit. Deutschlandweit fehlen bisher 40 Prozent der sonst im Sommer üblichen Niederschläge. Falls es auch in den kommenden Wochen und Monate nicht deutlich mehr regnet – und diese Befürchtung wird durch manche Prognosemodelle gestützt -, könnte 2022 das Dürrejahr 1959 übertreffen – im negativen Sinn.

Wochenlange Trockenheit, Hitzetage und "Tropennächte" lassen Bäche austrocknen und Flusspegel auf teils historisch niedrige Pegelstände sinken. Über Tage machen Wald- und Feldbrände Schlagzeilen. Satellitendaten zeigen: Bis Mitte August gab es in Deutschland Flächenbrände einschließlich Waldbränden auf rund 55.000 Hektar. Noch wesentlicher schlimmer, teils unkontrolliert ist die Situation in etlichen der EU-Staaten.

Nach den schier endlosen Hitzeperioden kam es in einigen Regionen zu einem schlagartigen Wetterumschwung. Von den Unwettern waren viele Regionen betroffen, die Unwetterschäden blieben glücklicherweise meistens lokal begrenzt. Doch wenn ein Sturmtief eine Region traf, waren teils Totalausfälle der noch nicht eingebrachten Ernte zu beklagen. "Nebenan", oft nur wenige Kilometer entfernt, blieben Felder und Ernten verschont.

Zum Erntebericht und den Tabellen.