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Forst, Holz

Holzmarkt

Holzmarkt

Der Holzeinschlag lag im Wirtschaftsjahr 2020 bei 80,4 Millionen Kubikmeter (m³). Gegenüber dem Vorjahr ein Plus von rund 17,9 Prozent.

Die Folgen des Klimawandels haben in den letzten Jahren deutliche Spuren in Deutschlands Wäldern hinterlassen. Die starken Stürme in den Jahren 2017 und 2018, die extreme Dürre und Hitzewellen in den Jahren 2018 bis 2020 sowie die darauffolgende massenhafte Vermehrung von Borkenkäfern haben den Wäldern in Deutschland langfristig massive Schäden zugefügt. Es zeichnet sich derzeit ab, dass nicht nur die Nadelbäume extrem betroffen sind. Auch die Laubbäume weisen gravierende Schäden auf.

75 % des im Jahr 2020 eingeschlagenen Holzes war Kalamitätsholz. Der Einschlag der Holzartengruppe Fichte war besonders betroffen und lag bei rund 62 Mio. m³ und damit einem weiteren Plus von rund 32 % gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber wurde bei den anderen Holzartengruppen z. T. deutlich weniger als in den Vorjahren eingeschlagen.

 

Veränderungen des Holzeinschlags nach Holzartengruppen 2020 zu 2019

Holzartengruppe Eiche

- 21,7

Holzartengruppe Buche

- 11,3

Holzartengruppe Fichte

+ 31,8

Holzartengruppe Kiefer

- 13,7

Insgesamt

+ 17,9

 

Die in den Holzmarktberichten veröffentlichten Daten sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage und dienen der Transparenz sowie der Dokumentation. Sie reflektieren auch den Beitrag eines bedeutenden Wirtschaftsbereiches auf dem Weg hin zu einer "green economy", dessen Potenzial für die Gesellschaft noch längst nicht ausgeschöpft ist.

Holzeinschlagsstatistik

Mit 11,4 Millionen Hektar ist ein Drittel Deutschlands bewaldet. Die Holzeinschlagsstatistik des Statistischen Bundesamtes liefert Ergebnisse zum Rohholzaufkommen in Deutschland und in den jeweiligen Bundesländern, differenziert nach Holzartengruppen und Holzartensorten jeweils nach Waldeigentumsarten.

Wie viele Bäume wurden gefällt?

In der Forststatistik wird statt der Anzahl der gefällten Bäume die Menge erfasst. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 82,9 Millionen Kubikmeter Holz (ohne Rinde) in deutschen Wäldern eingeschlagen. Dabei entfielen 87 Prozent des gesamten Holzeinschlages auf Nadelholz wie Fichte, Kiefer, Lärche und Douglasie und 13 Prozent auf Laubholz (Buche, Eiche, Roteiche und sonstiges Laubholz).

Je nach Holzsorte und Holzqualität kann das eingeschlagene Holz unterschiedlich genutzt werden. Stamm- und Industrieholz wird als Baumaterial, Werkstoff, in der Papierherstellung und bei der Produktion von Verpackungen verwendet. Im Jahr 2021 wurden 52,6 Millionen Kubikmeter Stamm- und 14,7 Millionen Kubikmeter Industrieholz eingeschlagen. Zusammen machen diese beiden Holzsorten 81 Prozent des eingeschlagenen Holzes aus. In einem Umfang von 11,8 Millionen Kubikmeter wurde 2021 Energieholz, das zur direkten energetischen Nutzung vorgesehen ist, eingeschlagen. Rund fünf Prozent des 2021 eingeschlagenen Holzes wurden nicht verwertet.

Eine detaillierte Übersicht unterteilt nach Holzgruppen und Holzartensorten finden Sie in unserer interaktiven Grafik. Eine Unterteilung nach den jeweiligen Waldeigentumsarten (Staats-, Körperschafts- und Privatwald) liefern Ihnen die unten angegebenen Tabellen:

Visualisierung der Holzeinschlagsstatistik