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Im Wirtschaftsjahr 2025 lag der Holzeinschlag bei 57,3 Millionen Kubikmetern und damit 6,4 Prozent unter dem Vorjahreswert und auch deutlich unter dem durchschnittlichen Jahreseinschlag von 66,8 Millionen Kubikmetern der vergangenen zehn Jahre. Dieser Einschlagsrückgang wird maßgeblich von der Holzartengruppe Fichte geprägt, die in den vergangenen Jahren hohe Vorratsverluste durch kalamitätsbedingte Zwangsnutzungen verbuchen musste. Der Einschlag der Holzartengruppe Fichte ging um rund 5,4 Millionen Kubikmeter zurück, während alle anderen Holzartengruppen höhere Einschläge verzeichneten (Eiche +0,14 Millionen m³, Buche +0,23 Millionen m³ und Kiefer +1,1 Millionen m³). Der Einschlagsrückgang im Bundesgebiet verteilt sich gleichermaßen auf alle Waldbesitzarten.
| Holzartengruppe Eiche | + 7,9 |
| Holzartengruppe Buche | + 2,4 |
| Holzartengruppe Fichte | - 14,3 |
| Holzartengruppe Kiefer | + 9,2 |
| Insgesamt | - 6,4 |
Die in den Holzmarktberichten veröffentlichten Daten sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage und dienen der Transparenz sowie der Dokumentation. Sie reflektieren auch den Beitrag eines bedeutenden Wirtschaftsbereiches auf dem Weg hin zu einer "green economy", dessen Potenzial für die Gesellschaft noch längst nicht ausgeschöpft ist.
Mit 10,7 Millionen Hektar ist fast ein Drittel Deutschlands bewaldet. Die Holzeinschlagsstatistik des Statistischen Bundesamtes liefert Ergebnisse zum Rohholzaufkommen in Deutschland und in den jeweiligen Bundesländern, differenziert nach Holzartengruppen und Holzartensorten jeweils nach Waldeigentumsarten.
In der Forststatistik wird statt der Anzahl der gefällten Bäume die Menge erfasst. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 57,3 Millionen Kubikmeter Holz (ohne Rinde) in deutschen Wäldern eingeschlagen. Dabei entfielen 79 Prozent des gesamten Holzeinschlages auf Nadelholz, wie Fichte, Kiefer, Lärche und Douglasie sowie 21 Prozent auf Laubholz (Buche, Eiche, Roteiche und sonstiges Laubholz).
Je nach Holzsorte und Holzqualität kann das eingeschlagene Holz unterschiedlich genutzt werden. Stamm- und Industrieholz wird als Baumaterial, Werkstoff, in der Papierherstellung und bei der Produktion von Verpackungen verwendet. Im Jahr 2025 wurden 32 Millionen Kubikmeter Stammholz und 11,8 Millionen Kubikmeter Industrieholz eingeschlagen. Zusammen machten diese beiden Holzsorten 77 Prozent des eingeschlagenen Holzes aus. In einem Umfang von 10,7 Millionen Kubikmetern wurde 2025 Energieholz, das zur direkten energetischen Nutzung vorgesehen ist, eingeschlagen. 2,7 Millionen Kubikmeter wurden nicht verwertet.
Eine detaillierte Übersicht unterteilt nach Holzgruppen und Holzartensorten finden Sie in unserer interaktiven Grafik. Eine Unterteilung nach den jeweiligen Waldeigentumsarten (Staats-, Körperschafts- und Privatwald) liefern Ihnen die unten angegebenen Tabellen:
Die Veröffentlichung „Holzrohstoffbilanzierung – Kreislaufwirtschaft und Kaskadennutzung - 20 Jahre Rohstoffmonitoring Holz“, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), informiert über die aktuellen Entwicklungen der Holzverwendung und des Holzaufkommens – von der nachhaltigen Holzverwendung über die stoffliche und energetische Holznutzung bis hin zu den Themen Kreislaufwirtschaft, Kaskadennutzung sowie zur holzbasierten Bioökonomie.
Mit der Veröffentlichung werden Markterhebungen aus den holzwirtschaftlichen Sektoren der Sägeindustrie, Holz- und Zellstoffindustrie, Holzwerkstoffindustrie, der Biomassefeuerungsanlagen zur einer Holzrohstoffbilanz Deutschland zusammengeführt. Ergänzend finden Sie Informationen zur Möbelindustrie und zum Altholzaufkommen und dessen Verwendung.
Statistisches Bundesamt: Holzeinschlagsstatistik
Thünen-Institut: Arbeitsbereich Holzmärkte
BMLEH Pressemitteilung: Schadholzanteil in deutschen Wäldern geht weiter zurück
Handel mit Holz aus legalem Einschlag: Holzhandels-Sicherungs-Gesetz (HolzSiG) und FLEGT
Information und Kommunikation zur Forstwirtschaft in Europa
Im BMLEH ist Referat 515 für den Bereich Holzmarkt, Holzabsatzförderung und Holzverwendung zuständig. Anfragen können per E-Mail an 515(at)bmleh.bund(dot)de gerichtet werden.