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Milcherzeugerpreise Preise

Die an Milcherzeuger von Molkereien, Sammelstellen und Käufern gezahlten Preise für konventionell und biologisch erzeugte Kuhmilch werden monatlich auf Grundlage der Marktordnungswaren-Meldeverordnung erhoben. Seit dem Meldemonat Januar 2010 ist die BLE für die Veröffentlichung der Milchpreise in Deutschland zuständig.

Im Jahr 2025 erhielten Milchbäuerinnen und -bauern im Durchschnitt 52,24 Cent pro Kilogramm konventionell erzeugter Milch (4% Fett, 3,4% Eiweiß) von deutschen Molkereien. Für Biomilch gab es im Vergleich zur konventionellen Milch rund 26 Prozent mehr, nämlich 65,94 Cent pro Kilogramm. Dabei entspricht ein Liter Milch 1,03 Kilogramm.

Verglichen mit dem Vorjahr erhielten konventionelle Betriebe im Jahr 2025 durchschnittlich über vier Cent mehr pro Kilogramm Milch (+ 8,5 Prozent). Der Erzeugerpreis für Bio-Betriebe stieg dagegen um fast acht Cent pro Kilogramm Milch (+ 13,6 Prozent).

Während der ersten Jahreshälfte 2025 wurde, unter anderem als Folge der Blauzungenkrankheit in 2024, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt 2,2 Prozent weniger Milch angeliefert. Von August bis Dezember überstieg die Rohmilchanlieferung der deutschen Kuhmilcherzeuger die Anlieferung aus dem Vorjahrszeitraum (+5,8 Prozent). 

Gründe für die Zunahme der angelieferten Milchmenge im zweiten Halbjahr waren sowohl die außergewöhnlich guten Grundfutterqualitäten, die leicht gestiegene Anzahl der Milchkühe und die durch die Blauzungenkrankheit bedingten späteren Kalbungen. Auch der Milcherzeugerpreis, der bis einschließlich September 2025 auf über 52 Cent pro Kilogramm im konventionellen Bereich lag, spielte eine Rolle für die gestiegene Milchanlieferung. Dies führte zu einem Überangebot an konventioneller Milch ab September, was sich auf die Milcherzeugerpreise in diesem Bereich auswirkte – sie sanken um rund 10 Cent bis auf 43,45 Cent pro Kilogramm im Dezember 2025.

Die Erzeugerpreise für Biomilch hielten sich demgegenüber im Zeitraum September bis Dezember 2025 auf nahezu gleichbleibendem Niveau. Grund dafür ist unter anderem die stabile Absatzlage für Biomilch, sodass die ebenfalls höheren Anlieferungsmengen an Bio-Milch nicht zu den entsprechenden Preisrückgängen wie bei konventioneller Milch führten. 

Milchpreise und Milchmengen in Deutschland

Weidemilch und Heumilch

"Weidemilch" ist im Lebensmittelrecht in Deutschland nicht geregelt. Der Begriff "Heumilch" hingegen ist in der EU rechtlich geregelt und geschützt. Bei Heumilch ist entscheidend, dass die Futtermittel nicht siliert werden. Entsprechende Aufschläge auf den Milchpreis in Abhängigkeit von Fütterung und Haltung variieren von einer Molkerei zur anderen.