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Die Waldbrandstatistik des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft zeigt: Im Jahr 2025 vernichteten 1.175 Brände rund 2.626 Hektar Waldfläche –eine Fläche so groß wie die Insel Norderney. Die verbrannte Fläche liegt damit um ein Vielfaches über dem langjährigen Mittel von 844 Hektar (1991 bis 2024).
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war vor allem das Frühjahr 2025 von wenigen Niederschlägen geprägt. Zudem war das Jahr insgesamt eins der sonnigsten. Bereits im April 2025 wurden 233 Brände verzeichnet, gefolgt von jeweils über 200 Bränden in den Monaten Mai und Juni, sowie 200 und 147 Bränden im Juli und August 2025.
Aufgrund des Großbrandes in der sächsischen Gohrischheide führt Sachsen die Waldbrandstatistik 2025 im Ländervergleich mit 1.894 Hektar verbrannter Fläche an. Darauf folgt mit großem Abstand und 252 Hektar Brandenburg und mit 224 Hektar Bayern. Bei der Anzahl der Brände liegt Brandenburg mit 317 Bränden vorn, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 135 und Niedersachsen mit 128 Bränden.
Rund 46 Prozent der Waldbrände entstanden aus ungeklärten Ursachen, gefolgt von Fahrlässigkeit mit ungefähr 27 Prozent. Knapp jeder fünfte Waldbrand wurde vermutlich vorsätzlich gelegt. Bei den Bränden, die auf Fahrlässigkeit zurückgeführt werden können, waren unter anderem Camper, Waldbesucher oder Kinder beteiligt.
Gleichzeitig hatten durch Brandstiftung oder Fahrlässigkeit verursachte Waldbrände aber einen geringen Anteil an der verbrannten Fläche. So brannte 2025 etwa ein Prozent der Fläche aufgrund von Brandstiftung und 4,5 Prozent wegen fahrlässigem Verhalten. Die größte Brandfläche verursachten sonstige handlungsbedingte Einwirkungen.
Die Waldbrandstatistik zum Download als csv-Datei oder über eine Schnittstelle (API) finden Sie unter: Open Data - Waldbrandstatistik
Der Wald hat vielfältige Funktionen, darunter die Nutz-, Schutz- oder Erholungsfunktion. Gerade in dicht besiedelten Ländern wie Deutschland spielt daher der Schutz und Erhalt des Waldes eine wichtige Rolle. Dazu gehört auch die Minimierung oder Vermeidung der Vernichtung von Waldflächen durch Kalamitäten, wie beispielsweise Waldbrände.
Seit den verheerenden Waldbränden Mitte der 1970er-Jahre werden durch die Bundesverwaltung mit den zuständigen Landesforstbehörden die Daten der Bundesländer zu Waldbränden in einer bundesweiten Statistik zusammengeführt. Diese gibt Auskunft über Flächengrößen, Ursachen und Verluste sowie Ausgaben für die Waldbrandvorbeugung und -kontrolle.
Aufgrund der ermittelten Werte können Prognosen und Risiken aufgezeigt und Vorkehrungen zur Vermeidung von Waldbränden getroffen werden. Dies dient dem Ziel, in Zukunft die Waldbrände in Anzahl und Flächengröße zu verringern.
Einen Überblick über die Brände in Europa verschafft der Emergency Management Service der Europäischen Kommission. Mit Hilfe eines Satelliten (VIIRS) werden Brände in Europa erkannt. Die Bildergalerie zeigt die monatlichen Brände im Jahr 2025/2026.