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Neu: Versorgung mit Hülsenfrüchten

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Mit einer verwendbaren Erzeugung von 557.000 Tonnen beträgt der Selbstversorgungsgrad von Hülsenfrüchten 61 % (Wirtschaftsjahr 2020/21).

Säulendiagramm: Erzeugung von Hülsenfrüchten in Tausend Tonnen. Zeitreihe der Erzeugung von 2014/15 bis 2020/21. Datenquelle ist die Tabelle: Versorgung mit Hülsenfrüchten.
Beschreibung des Bildelements: Erzeugung von Hülsenfrüchten in Deutschland

Zu unserer Versorgungsbilanz mit Hülsenfrüchten gelangen Sie hier: Versorgung mit Hülsenfrüchten

Hülsenfrüchte: Soja, Lupinen, Erbsen und Bohnen

Hülsenfrüchte, das sind unter anderem Soja, Lupinen, Erbsen und Bohnen. Für diese Kulturen ist inzwischen eine deutliche Ausdehnung des Anbauumfangs zu verzeichnen.

Da Leguminosen als heimische Eiweißträger mit ihren positiven Umweltleistungen in mehreren Zukunftsstrategien u.a. zur Humanernährung sowie in der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)-Periode eine wesentliche Rolle spielen, gewinnen sie an Bedeutung. Die Zielgröße in der Ackerbaustrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind zehn Prozent der Ackerfläche (ca. 1,2 Millionen Hektar). Dieser Anteil an der Ackerfläche berücksichtigt die Anforderungen an nachhaltige Fruchtfolgen, die für Hülsenfrüchte mehrjährige Anbauabstände erfordern.

Es ergeben sich daraus Austauscheffekte in den Anbauflächen und Anpassungen bei den Futterflächen und Viehbeständen. Hierfür werden durch entsprechende Maßnahmen der GAP, u.a. auch Fördermittel, die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen.

Von der Gesamternte an Körnerleguminosen, die sich auf 3 bis 3,5 Millionen Tonnen belaufen würde, stände der größere Anteil (ca. 2 Millionen Tonnen) für Futterzwecke zur Verfügung und könnte die derzeitigen Sojaimporte von 3,4 Millionen Tonnen (Nettoeinfuhr) spürbar reduzieren. Der kleinere Teil (ca. 1 Million Tonnen) könnte zu Nahrungszwecken verwendet werden. Damit läge der Pro-Kopf-Verbrauch mit 12 Kilogramm deutlich über dem derzeitigen Verbrauch von etwa ein bis zwei Kilogramm. Der Planet Health-Diet-"Speiseplan der Zukunft" empfiehlt sogar 27 Kilogramm pro Kopf, eine Menge, die jedoch selbst in Ländern mit hohem Hülsenfruchtanteil in der Ernährung eher selten erreicht wird.

Ein wesentlicher Vorzug der Familie der Hülsenfrüchte ist die Vielfalt der verfügbaren Nutzpflanzenarten, deren Anbau inzwischen deutschlandweit wieder ausgedehnt oder – wie bei Soja und Kichererbsen – neu eingeführt wurde: Das gesamte verfügbare Ackerland Deutschlands ist für den Anbau einer oder mehrerer dieser Pflanzenarten geeignet, allen gemeinsam ist die Eignung als Nahrungsmittel zur Proteinversorgung, fast alle werden als Futtermittel eingesetzt, Soja und Erbsen finden darüber hinaus auch zu energetischen bzw. technischen Zwecken Verwendung. Als Blütenpflanzen haben sie vielfältige positive Effekte auf das Insektenleben.

Quelle: BLE, 415