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Die Methode erstellt Preisindikatoren, die auf Regressionsanalysen mit den wichtigsten Substituten von Körnerleguminosen, Futterweizen und Sojaextraktionsschrot, basieren. Die Börsenpreise von Futterweizen (Matif) und Sojaextraktionsschrot (CBoT) werden in der Regressionsanalyse als unabhängige Variablen genutzt. Die Basis für die abhängige Variablen stellen die Preise „frei Erfasserlager“ beziehungsweise Erzeugerpreise der jeweiligen Leguminosen. Die monatlichen Durchschnittspreise der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) wurden zur Entwicklung des Schätzmodells verwendet. Die Preise für die Monate von Januar 2014 bis Dezember 2024 wurden verwendet, um Preisschätzungen für Ackerbohnen und Körnererbsen zu erstellen. Für die Feststellung der Preise von Lupinen sind die Monate von September 2017 bis Dezember 2024 genutzt worden, da es davor keine Preismeldungen für die blaue Süßlupine gibt. Für die Sojabohne wurden die Preismeldungen von Januar 2014 bis Dezember 2024 genutzt.
Nach der Durchführung der Regressionsanalyse werden die entstandenen Koeffizienten zusammen mit den Börsenpreisen von Weizen und Sojaextraktionsschrot in die Schätzformel eingesetzt. Aufgrund ihrer starken Korrelation zu den Körnerleguminosen wurden Sojaschrot und Weizen als Substitute ausgewählt.
Ausführliche Erklärungen zur Methodik finden Sie im Fachartikel Schätzmodelle für transparente Preisfindung.
Bei diesem Ansatz zur Entwicklung eines zukunftsorientieren Preisindikators für Körnerleguminosen wird ein Futterwert berechnet. Die Koeffizienten zur Berechnung der Futterwerte der verschiedenen Leguminosen werden nach der Austauschmethode von Löhr ermittelt. Dafür sind Inhaltsstoffe der Leguminosen sowie der Substitute zu berücksichtigen. Die Inhaltsstoffe sind Energie in Form von metabolisierbaren Megajoule (MJ ME) und präcecal verdauliches Lysin (pcv. Lys), da diese die am stärksten begrenzenden Faktoren in der Schweinfütterung sind. Eine konstante Inhaltsstoffzusammensetzung der Leguminosen über den betrachteten Zeitraum wird der Einfachheit halber angenommen. Zum Schluss werden in die Schätzformel des Futterwertes, die Weizenpreise der Matif und die Sojaextraktionsschrotpreise der CBoT eingesetzt.
Die Nutzung von Körnerleguminosen ist sowohl im Bereich des Tierfutters als auch der Humanernährung. Aufgrund von fehlenden Daten zur Bewertung der Lebensmittelverarbeitung, und weil die Tierfütterung weiterhin die Hauptnutzung darstellt, wurde der Futterwert als Indikator für die Preisgestaltung herangezogen. Im Bereich der Humanernährung kann von höheren Preisen ausgegangen werden, weshalb die Schätzwerte auf Basis des Futterwerts eher eine Preisuntergrenze angeben. Die Bezugsquelle der Schweinefütterung wurde gewählt, da der größte Anteil der deutschen Fleischproduktion auf die Schlachtung von Schweinen zurückzuführen ist. Berechnungen sind in der zur Verfügung gestellten Tabelle zu finden.
Ausführliche Erklärungen zur Methodik finden Sie im Fachartikel Schätzmodelle für transparente Preisfindung.
Die Inlandsverwendung veranschaulicht, wie sich die Verwendung der Leguminosen im Inland über einen bestimmten Zeitraum hinweg entwickelt hat.
Die Formel der Berechnung setzt sich zusammen aus Produktionsvolumen + Importvolumen – Exportvolumen.
Diese Berechnung ist mit Vorbehalt zu sehen, da Lagerbestände der aktuellen Jahre nicht mitberücksichtigt werden können und die Daten zu Import und Export lückenhaft sind. Zudem sind die Süßlupinen im Außenhandel in einer Warengruppe mit vielen anderen Artikeln aufgeführt, was die Angabe ungenau macht. Die Berechnung gibt Aufschluss über die Trends im heimischen Markt und zeigt, wie Faktoren wie Konsumgewohnheiten, industrielle Nachfrage, etc. den Inlandsverbrauch beeinflussen.