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Außenhandel mit Brasilien Deutscher Außenhandel

Brasilien gehört zu den größten Nahrungsmittelproduzenten der Welt. Deutschland importiert vor allem Kaffee und Sojabohnenschrote für die Tierhaltung. Im Export nach Brasilien spielen land- und ernährungswirtschaftliche Produkte nur eine untergeordnete Rolle.

Beim Handel mit Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft mit Brasilien ist Deutschland Nettoimporteur. Betrachtet man hingegen den Gesamthandel, so exportiert Deutschland mehr nach Brasilien als es von dort einführt.

Welche Produkte der Land- und Ernährungswirtschaft importiert Deutschland aus Brasilien?

Bei den Einfuhren aus Brasilien landet der Kaffee wertmäßig auf dem ersten Platz. Deutschland importierte 2025 nach vorläufigen Angaben Kaffee im Wert von knapp 2,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die eingeführte Menge ist im gleichen Zeitraum jedoch um ein Viertel zurückgegangen, sodass die wertmäßige Erhöhung auf einen Preisanstieg zurückzuführen ist. Auf Platz zwei landete Sojabohnenschrot mit einem Wert von 410 Millionen Euro. Obst- und Gemüsesäfte wurden für rund 366 Millionen Euro von Deutschland eingeführt. Dies waren überwiegend Zitrussäfte.

Insgesamt importierte Deutschland 2025 Güter der Land- und Ernährungswirtschaft im Wert von 4,4 Milliarden Euro aus Brasilien. Das entsprach einem Anteil von 1,6 Prozent an den gesamten Einfuhren von Agrar-Produkten nach Deutschland.

Welche Agrar-Güter exportiert Deutschland nach Brasilien?

Deutschland exportierte wertmäßig genießbare Molkenproteine  am meisten nach Brasilien. Das waren rund 2.620 Tonnen und ein Warenwert von 35,8 Millionen Euro. 

Auf Platz zwei landete Schokolade, die im Wert von rund 23 Millionen Euro exportiert worden ist. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um gut vier Prozent. Darauf folgten Futtermittel mit einem Exportvolumen von 23,1 Millionen Euro und Hopfen mit 18,7 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist der Export von Hopfen jedoch um rund ein Fünftel gesunken.

Insgesamt exportierte Deutschland 2025 nach vorläufigen Angaben Agrar-Produkte im Wert von 224 Millionen Euro nach Brasilien. Das war ein Rückgang um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil an den gesamten deutschen Agrar-Ausfuhren war mit 0,1 Prozent jedoch gering.

Die ausführliche Statistik finden Sie hier: 0032508-0000 Außenhandel mit Brasilien

Brasilien als Agrarland

Brasilien ist mit einer Fläche von rund 851 Millionen Hektar das fünftgrößte Land der Welt. Davon wurden 2022 rund 223 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzt. Den größten Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche hat Dauergrünland mit rund 72 Prozent, gefolgt vom Ackerland mit etwa 25 Prozent. Auf circa 45 Millionen Hektar wurden 2023 Sojabohnen angebaut. Damit war Brasilien, gemessen an der Anbaufläche, das weltweit größte Anbauland von Soja, gefolgt von den USA.

Weltweit ist Brasilien einer der wichtigsten Produzenten und Exporteure von landwirtschaftlichen Produkten. Darunter zum Beispiel Kaffee, Soja, Zucker und Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch. Damit machen die Exporte von Gütern des Agrar- und Ernährungssektors fast die Hälfte der gesamten brasilianischen Ausfuhren aus.

2023 hatte die Landwirtschaft einen Anteil von 6,2 Prozent am Bruttoinlandsprodukt von Brasilien. 8,2 Prozent der brasilianischen Erwerbstätigen arbeiteten im selben Jahr in landwirtschaftlichen Berufen. Rund fünf Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Agrarbetriebe sind kleinere Familienbetriebe, die eine wichtige Rolle für die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung Brasiliens spielen. Die restlichen Betriebe sind stark technisiert und wettbewerbsfähig. Sie produzieren vor allem für den Weltmarkt. Das führt dazu, dass sechs Prozent der Betriebe gut 80 Prozent des Produktionswertes erschaffen.