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Außenhandel mit der Türkei Deutscher Außenhandel

Im Handel mit Agrar-Produkten importiert Deutschland mehr aus der Türkei, als es dorthin ausführt. Schalen-und Trockenfrüchte stehen hierbei wertmäßig an der Spitze. Welche Produkte werden außerdem gehandelt?

Zwischen der Türkei und Deutschland werden vor allem Güter der gewerblichen Wirtschaft gehandelt. Im Vergleich macht der Handel mit Agrarprodukten nur einen kleinen Anteil aus (Einfuhr: 8,4 Prozent; Ausfuhr: 2,6 Prozent).

Im Gesamthandel exportiert Deutschland mehr Produkte in die Türkei als es von dort importiert. Beim Agrarhandel ist es genau umgekehrt: Hier importierte Deutschland deutlich mehr aus der Türkei als es dorthin ausgeführt hat. Beim Handel mit Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft mit der Türkei ist Deutschland somit Nettoimporteur.

Welche landwirtschaftlichen Produkte importiert Deutschland aus der Türkei?

Nüsse und Dörrobst sind der türkische Exportschlager: Rund 114.390 Tonnen Schalen- und Trockenfrüchte importierte Deutschland im Jahr 2025 laut vorläufigen Zahlen aus der Türkei. Diese hatten einen Wert von 804 Millionen Euro. Den größten Anteil machten daran Schalenfrüchte mit 40 Prozent aus. Der Wert der Einfuhren von Schalen- und Trockenfrüchten sank um fast zwölf Prozent (-107 Millionen Euro) im Vergleich zu 2024. Die Handelsmenge in Tonnen nahm hingegen um 19 Prozent (-27.070 Tonnen) ab. Dies deutet auf leicht gestiegene Preise hin.

Mit etwas Abstand folgten darauf Gemüsezubereitungen und Gemüsekonserven (270 Millionen Euro) und Backwaren und andere Zubereitungen aus Getreide (152 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahr steigerten sich sowohl Importmenge als auch Importwert bei diesen beiden Produktgruppen.

Insgesamt importierte Deutschland 2025 Agrar-Erzeugnisse im Wert von 2,1 Milliarden Euro aus der Türkei. Dies entsprach 0,8 Prozent an den gesamten deutschen Einfuhren von Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft. Verglichen mit dem Vorjahr sank der Warenwert von aus der Türkei nach Deutschland importierten landwirtschaftlichen Produkten um 4,7 Prozent.

Welche Agrar-Güter exportiert Deutschland in die Türkei?

Rohtabak und dessen Erzeugnisse landeten 2025 laut vorläufigen Zahlen mit einem Warenwert von 165 Millionen Euro auf Platz eins der deutschen Agrar-Exportgüter in die Türkei. Verglichen mit 2024 war der Wert damit um 29 Millionen Euro gestiegen. An zweiter Stelle folgten Kakao und Kakao-Erzeugnisse mit 136 Millionen Euro, darunter vor allem Schokolade und Kakaopulver ohne Zucker. Platz drei belegten Backwaren mit einem Warenwert von 74 Millionen Euro.

Insgesamt exportierte Deutschland 2025 Agrar-Güter mit einem Wert von 763 Millionen Euro in die Türkei. Das machte 0,4 Prozent der gesamten deutschen Agrar-Ausfuhren aus. Deutschlands Ausfuhren von Agrar-Erzeugnissen in die Türkei stiegen 2025 um 19,4 Prozent.

Die ausführliche Statistik finden Sie hier: 0032052-0000 Außenhandel mit der Türkei

Die Türkei als Agrarland

Die Hälfte der türkischen Landfläche wird landwirtschaftlich genutzt – bei einer Größe von etwa 77 Millionen Hektar entspricht das circa 38 Millionen Hektar. Etwas mehr als die Hälfte davon ist Ackerland. Auf etwas über der Hälfe der Ackerfläche wurde 2023 Getreide angebaut.

Die vielen Sonnenstunden und das günstige Klima ermöglichen der Türkei, eine große Vielfalt an landwirtschaftlichen Produkten zu erzeugen. International ist das Land zum Beispiel bei der Erzeugung von Haselnüssen, Feigen, Aprikosen oder Kirschen einer der größten Produzenten. Eine ebenfalls wichtige Stellung nimmt die Türkei beim Anbau von Gewürzen, Äpfeln, Erdbeeren, Sultaninen, Melonen oder Walnüssen ein. Unter den ökologisch erzeugten Produkten sind Trockenfrüchte, zum Beispiel Rosinen, Aprikosen und Feigen, sowie Nüsse die Hauptexportprodukte der Türkei.

Rund 5,6 Prozent trug der Agrarsektor 2024 zum türkischen Bruttoinlandsprodukt bei. 2023 arbeiteten fast 15 Prozent der Erwerbstätigen in der Türkei in der Landwirtschaft. Damit spielt die Landwirtschaft in der Türkei noch eine wesentlich zentralere Rolle als in Deutschland.