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Außenhandel

Außenhandel mit den USA

USA als Agrarland

Was gibt es nicht alles in den United States of America (USA)? Von Millionen-Metropolen wie New York über Cowboys gilt es als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch welche Rolle spielt die Agrarlandschaft des Landes dabei?

Mit einer Landfläche von etwas über 983 Millionen Hektar sind die USA das drittgrößte Land der Welt. Circa 436 Millionen Hektar davon werden für landwirtschaftliche Zwecke genutzt, was 44,4 Prozent der Gesamtfläche entspricht. Die Agrarlandschaft erstreckt sich dabei von der Ost- bis zur Westküste Nordamerikas. Die dort angebauten Produkte finden sowohl in Deutschland als auch auf dem Weltmarkt Absatz.

Agrarhandel zwischen Deutschland und den USA

Wirtschaftlich gesehen exportiert Deutschland mehr Güter in die USA, als es importiert.  Während die deutschen Ausfuhren 2021 insgesamt 8,8 Prozent (=122 Milliarden Euro) des deutschen Außenhandels ausmachten, waren es bei den amerikanischen Importen 6 Prozent (=72 Milliarden Euro).

Beim Handel mit land- und ernährungswirtschaftlichen Gütern liegen die Umsätze der USA höher. Einfuhren aus den USA erzielten 2021 2,4 Milliarden Euro Umsatz, was 1,3 Prozent der deutschen Agrar-Importe ausmachte. Dementgegen exportierte Deutschland landwirtschaftliche Produkte im Wert von 2,1 Milliarden Euro, was einem Anteil von 1,3 Prozent am deutschen Außenhandel entspricht.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Außenhandel beider Länder insgesamt gestiegen. Für Deutschland gab es einen Zuwachs von 17,9 Prozent und für die USA von 6,8 Prozent. Diese Steigerung konnte in Deutschland auch beim Handel mit Agrar-Gütern festgestellt werden. Hierbei stieg der Umsatz insgesamt um 9,4 Prozent, wobei vor allem der Export von lebenden Tieren (36,5 Prozent) und Agrarrohstoffen (46,4 Prozent) in die USA zunahm. Die amerikanischen Agrar-Exporte hingegen fielen um 7,5 Prozent. Der Handel mit Genussmitteln hatte mit 15 Prozent den stärksten Rückgang zu verzeichnen.

Einfuhr amerikanischer Produkte in Millionen Euro

Einfuhr 2020 2021
Insgesamt 67.694 72.316
Güter der Land- und Ernährungswirtschaft 2.641 2.443
darunter: Lebende Tiere 18 18
Nahrungsmittel tierischen Ursprungs 284 261
Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs 1.973 1.853
Genussmittel 366 311
Güter der gewerblichen Wirtschaft 65.053 69.873
darunter: Agrarrohstoffe (Non-Food) 176 168

Ausfuhr deutscher Produkte in Millionen Euro

Ausfuhr 2020 2021
Insgesamt 103.476 121.980
Güter der Land- und Ernährungswirtschaft 1.922 2.103
darunter: Lebende Tiere 85 116
Nahrungsmittel tierischen Ursprungs 181 178
Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs 1.100 1.259
Genussmittel 557 548
Güter der gewerblichen Wirtschaft 101.369 119.877
darunter: Agrarrohstoffe (Non-Food) 783 1.146

Die größten Im- und Exporte

So unterschiedlich die 50 Bundesstaaten der USA sind, so vielfältig ist auch deren Produktpalette an Agrargütern. Dabei dominieren Schalen und Trockenfrüchte 2021 mit über 853 Millionen Euro Umsatz den Import nach Deutschland. Mengenmäßig waren das 180 Tausend Tonnen. Auf Platz 2 landen Ölfrüchte, von denen 1,6 Millionen Tonnen für circa 703 Millionen Euro nach Deutschland exportiert wurden. 

Doch welche Agrargüter exportiert Deutschland quer über den Nord-Atlantik in die USA? Finanziell gesehen machten 2021 Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs (=256 Millionen Euro) die höchsten Umsätze in Amerika. Darauf folgen Zucker-, Zuckererzeugnisse sowie Zuckerrüben (=241 Millionen Euro) und Kaffee (=229 Millionen Euro).

Dabei sind verglichen mit dem Vorjahr Veränderungen im Außenhandel erkennbar. So sind die Importe von tierischen Ölen und Fetten aus den USA um über 400 Prozent gestiegen, was einen sprunghaften Anstieg von 262 Tausend Euro 2020 zu über 1,9 Millionen Euro 2021 bedeutete. Der Handel mit Hausgeflügel ist hingegen um 99 Prozent gefallen. Deutschland steigerte seinen Export von Ei, Eiweiß und –gelb um 276,2 Prozent. Die Ausfuhren von Weizen (-96,4 Prozent) und Hafer (-88 Prozent) sind mit am stärksten gefallen.