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Außenhandel mit China Deutscher Außenhandel

Die Volksrepublik China ist ein wichtiger Handelspartner Deutschlands. Dies gilt vor allem für Güter der gewerblichen Wirtschaft. Land- und ernährungswirtschaftliche Produkte werden jedoch auch gehandelt.

Am Gesamthandel zwischen Deutschland und China nehmen Erzeugnisse der Land- und Ernährungswirtschaft nur einen sehr geringen Anteil ein (1,3 Prozent beim Import und 2,1 Prozent beim Export). Gemessen am Warenwert importierte Deutschland mehr Güter aus China als es dorthin exportierte. Das galt sowohl für den Handel insgesamt als auch für den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen im speziellen.

Welche landwirtschaftlichen Güter importiert Deutschland aus China?

Über alle Warengruppen hinweg importierte Deutschland im Jahr 2025 nach vorläufigen Angaben mit 1,5 Milliarden Euro mehr pflanzliche  als tierische Nahrungsmittel (538 Millionen Euro). Den größten Wertanteil an den Einfuhren machten Kleie und andere Futtermittel mit 324 Millionen Euro, darunter vor allem Hunde- und Katzenfutter, aus. Darauf folgten Därme, Blasen und Mägen mit 248 Millionen Euro. Bei dieser Position sind die Einfuhren um rund 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Einfuhren von Gemüsezubereitungen beliefen sich auf 208 Millionen Euro. Schalen- und Trockenfrüchte wurden in Höhe von 174 Millionen Euro aus China eingeführt. Hier haben die Importe im Vorjahresvergleich um 38 Prozent zugelegt. Betrachtet man die Importmenge in Tonnen, so nahmen Gemüsezubereitungen noch vor Kleie und anderen Futtermitteln die Spitzenposition ein. 

Unter den tierischen Produkten wurden, neben den oben genannten Produkten, besonders Fisch und Fischzubereitungen eingeführt – 2025 rund 38.000 Tonnen im Wert von 167 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Import wertmäßig um rund sechs Prozent  zurück.

Insgesamt importierte Deutschland 2025 Agrar-Güter im Wert von rund 2,2 Milliarden Euro aus China. Diese hatten einen Anteil von 0,8 Prozent an den deutschen Agrar-Einfuhren. Gegenüber 2024 sind die Importe um 12 Prozent gestiegen.

Welche landwirtschaftlichen Produkte exportiert Deutschland nach China?

Die deutschen Ausfuhren von Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft nach China sind nach vorläufigen Angaben um knapp zehn Prozent gestiegen. Insgesamt machte der Export landwirtschaftlicher Produkte nach China 0,8 Prozent an den deutschen Agrar-Ausfuhren aus – das entsprach einem Wert von 1,7 Milliarden Euro.

Vor allem Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs wurden 2025 verglichen mit 2024 um 16 Prozent mehr gehandelt. 2025 hatten dabei Backwaren mit 530 Millionen Euro und einem Zuwachs um elf Prozent den höchsten gehandelten Warenwert. Auf Platz zwei lag Malzextrakt, das als Backmittel eingesetzt wird, in Höhe von 500 Millionen Euro.

Darauf folgten Milch und Milcherzeugnisse (ohne Käse und Butter): 202.400 Tonnen im Wert von 364 Millionen Euro wurden exportiert. Gemessen am Wert entfielen davon 37 Prozent auf genießbare Molkenproteine, ein weiteres Drittel davon machten frische Konsum- und Verarbeitungsmilch aus. Die Ausfuhren von Milch und Milcherzeugnissen (ohne Butter und Käse) sind 2025 erneut gestiegen. Der gehandelte Warenwert nahm um etwa fünf Prozent zu, die Warenmenge hingegen ging um neun Prozent zurück. Dies lässt auf gestiegene Preise für diese Produkte schließen.

Auf Platz vier der Agrar-Exporte landete Bier - 1,1 Millionen Hektoliter im Wert von 79 Millionen Euro exportierte Deutschland nach China. 

Der Export von Fleisch und Fleischwaren ist 2025 gestiegen, nachdem die Menge die vergangenen Jahre stark zurückgegangen war. Insgesamt bewegten sich die Ausfuhren von Fleisch und Fleischwaren jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Wurden 2020 noch 503.760 Tonnen nach China ausgeführt, so waren es  2024 nur 823 Tonnen und 2025 1.377 Tonnen. Dies entspricht einem Plus um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die ausführliche Statistik finden Sie hier: 0032720-0000 Außenhandel mit China

China als Agrarland

In dem viertgrößten Land der Welt, mit etwa 960 Millionen Hektar Fläche, werden etwa 645 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzt. Davon dienen nur rund 135 Millionen Hektar dem Ackerbau. Auf rund zwei Drittel dieser Fläche wird Mais, Reis und Weizen angebaut. Weltweit ist China damit einer der größten Reis- und Weizenproduzenten.

2023 arbeiteten in China etwa 22 Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Mit einem Anteil von 7,1 Prozent am Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 spielt die Landwirtschaft in China weiterhin eine wichtige Rolle.

Beim Handel mit landwirtschaftlichen Produkten ist China Nettoimporteur - das bedeutet, dass das Land mehr Agrargüter importiert als es exportiert. China ist dabei der weltweit größte Importeur von Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Zum Beispiel importierte das Land 2020 45 Prozent des weltweitgehandelten Schweinefleisches.