Nach vorl├Ąufigen Zahlen ist der Au├čenhandel in und aus der EU mit Fleisch, Fleischwaren und Konserven f├╝r 2019 r├╝ckl├Ąufig

Im Jahr 2019 betrug die Nettoerzeugung (Schlachtmenge) von Fleisch in Deutschland etwa 8,6 Millionen Tonnen Schlachtgewicht (SG). Damit ist die Nettoerzeugung 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % zur├╝ckgegangen. W├Ąhrend die Nettoerzeugung von Schweinefleisch r├╝ckl├Ąufig war, stieg hingegen die Erzeugung von Rind-, Kalb- und Gefl├╝gelfleisch.

Der Import lebender Tiere (776.000 Tonnen SG) war 2019 ÔÇô wie in allen Jahren seit 2003   h├Âher als der Export lebender Tiere (526.000 Tonnen SG). Somit betrug der Import├╝berschuss ├╝ber alle lebenden Tiere zur Fleischerzeugung rund 250.000 Tonnen SG. Ein gro├čer Teil dieses Import├╝berschusses ist dabei auf den Import├╝berschuss lebender Schweine zur├╝ckzuf├╝hren. Insgesamt nahm das Au├čenhandelsvolumen mit lebenden Tieren 2019 zu: Im Vergleich zum Jahr 2018 wurden etwa 2,9 % (bezogen auf das SG) mehr lebende Tiere importiert und 2,4 % weniger lebende Tiere exportiert. Beim Au├čenhandel mit Fleisch, Fleischwaren und Konserven waren auch 2019 die Ausfuhren (4,1 Millionen Tonnen SG) h├Âher als die Einfuhren (2,8 Millionen Tonnen SG).

Die zum Verbrauch verf├╝gbare Menge an Fleisch sank 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 %. Dabei lag der berechnete Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch bei 87,8 kg/Kopf. Der gesch├Ątzte Pro-Kopf-Verzehr lag 2019 bei 59,5 kg/Kopf und lag somit um 2,5% unter dem Wert des Vorjahres.

Der Selbstversorgungsgrad (Quotient aus Bruttoeigenerzeugung und Verbrauch) mit Fleisch lag bei 114,4 % und somit in etwa gleich des Vorjahreswertes.

Quelle: BLE (414)

Import an Lebendgefl├╝gel und Export an Gefl├╝gelfleisch 2019 gestiegen

Die Nettoerzeugung von Gefl├╝gelfleisch (Gefl├╝gelschlachtungen) betrug im Jahr 2019 rund 1,61 Millionen t Schlachtgewicht (SG) und ist damit um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Bruttoeigenerzeugung verzeichnete 2019 aufgrund des r├╝ckl├Ąufigen Export├╝berschusses bei lebenden Tieren einen geringeren Zuwachs von 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr und betrug ca. 1,83 Millionen t SG.

Im Jahr 2019 wurde nach vorl├Ąufigen Angaben mehr lebendes Gefl├╝gel als im Vorjahr importiert (169.000 t SG; +2,7 %). Auch der Export verzeichnete einen leichten Anstieg (396.000 t SG; +0,8 %). Insgesamt wurden 227.000 t SG mehr lebendes Gefl├╝gel exportiert als importiert.

Beim Au├čenhandel mit Gefl├╝gelfleisch wurde auch 2019 wie in den Vorjahren mehr importiert (1 Million t SG) als exportiert (676.000 t SG). Dabei nahmen sowohl die Menge an importiertem (+0,6 %) als auch die an exportiertem (+1,5 %) Gefl├╝gelfleisch im Vergleich zum Jahr 2018 zu.

Der Verbrauch von Gefl├╝gelfleisch ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 % leicht gestiegen und lag 2019 bei 1,93 Millionen t SG. Der Pro-Kopf-Verbrauch zeigte ebenfalls ein geringes Plus von rund 0,2 kg/Kopf und lag insgesamt bei 23,3 kg/Kopf.

Der Selbstversorgungsgrad (SVG), das hei├čt der Quotient aus Bruttoeigenerzeugung und Verbrauch, f├╝r Gefl├╝gelfleisch lag 2019 nach vorl├Ąufigen Zahlen bei 98,4 % und sank damit seit 2009 in zwei aufeinander folgenden Jahren unter die 100 %-Marke.

Quelle: BLE (414)