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Laut aktueller Erhebung wurden im Jahr 2025 deutschlandweit rund 976.400 Bienenvölker gehalten – eine Abnahme um fast vier Prozent zum Vorjahr. Die Honigerzeugung hingegen stieg deutlich an. Dies lässt sich auf den hohen durchschnittlichen Honigertrag pro Volk von 39,4 Kilogramm zurückführen. Damit übertraf der Ertrag je Volk das bisherige Rekordjahr 2023 mit 36,3 Kilogramm um 3,1 Kilogramm. Grund dafür waren günstige Witterungsverhältnisse. Ungünstigere Witterungsverhältnisse, insbesondere Regenwetter, halten die Bienen im Stock und verhindern Nektarsammlung. Besonders drastisch war dies im Jahr 2021, als der Durchschnittsertrag lediglich 19,2 Kilogramm je Volk betrug.
Die Honigerzeugung in Deutschland insgesamt belief sich 2025 auf rund 38.600 Tonnen. Im Vergleich der Bundesländer verzeichnete Bayern mit etwa 7.790 Tonnen die höchste Produktionsmenge, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit circa 7.240 Tonnen. Spitzenreiter beim durchschnittlichen Honigertrag pro Volk war Thüringen mit 52,2 Kilogramm, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (50,5 Kilogramm) und Schleswig-Holstein (49,7 Kilogramm).
Der Honigverbrauch in Deutschland lag 2025 laut vorläufigen Zahlen bei 86.700 Tonnen. Dies entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 1.038 Gramm. Der Selbstversorgungsgrad stieg um acht Prozentpunkte auf 45 Prozent.
Nach vorläufigen Angaben importierte Deutschland 2025 rund 67.700 Tonnen Honig und exportierte 19.600 Tonnen. Die mengenmäßig wichtigsten Herkunftsländer für Honig waren Argentinien (18 Prozent), Ukraine (15 Prozent), Chile (9 Prozent) und Mexiko (8 Prozent). Diese vier Länder lieferten 2025 die Hälfe des importierten Honigs.
Nach wie vor ist die Varroamilbe weltweit der bedeutendste Parasit der Westlichen Honigbiene. Allerdings ist die Asiatische Hornisse ebenfalls ein bekannter und bedeutender Schädling. Ihre Ausbreitung, die 2014 von Frankreich ausgegangen ist, schreitet auch in Deutschland voran. Die Asiatische Hornisse ist kein nationales, sondern ein europäisches Problem und muss grenzübergreifend oder mindestens bundesweit angegangen werden.
Eine Bekämpfungspflicht bestand bisher gemäß Artikel 16 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 als invasive Art auf EU-Ebene, da die Arten als zweitgrößte Gefahr für die Biodiversität gelten. Die Dunkelziffer der vorhandenen Nester wird, sowohl seitens Naturschutz als auch seitens der Imkerinnen und Imker, hoch eingeschätzt. Mittlerweile erfolgte eine Umstufung von Art. 16 in Art. 19 EU VO 1143/2014, das heißt von „bekämpfungspflichtiger“ invasiver gebietsfremder Art in „zu managender“ invasiver gebietsfremder Art, die bundesweit gelten wird.
Belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse, inwieweit die Asiatische Hornisse eine besondere Gefährdung für die menschliche Gesundheit darstellt oder in welchem Umfang sie Einfluss auf die Erträge oder den generellen Bestand von Bienenstöcken hat, liegen bisher nicht vor. Aktuell wurde daher ein Gemeinschaftsprojekt von fünf deutschen Bieneninstituten initiiert, das die wirtschaftlichen, finanziellen und auch gesundheitsrelevanten Auswirkungen untersuchen soll.
Quelle: BLE, Referat 624
Die Versorgungsbilanz zum Download als csv-Datei oder über eine Schnittstelle (API) finden Sie unter: Open Data - Versorgungsbilanz Honig
Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: Bienen
Bundesinformationszentrum Landwirtschaft: Bienen
Bundesinformationszentrum Landwirtschaft: Forschungsübersicht: Bienen in der Agrarlandschaft