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Milch und Milcherzeugnisse Versorgungsbilanzen

Die Versorgungsbilanz Milch und Milcherzeugnisse bietet Informationen zu Herstellungsmenge, Verwendung, Ein- und Ausfuhren sowie zum Selbstversorgungsgrad von Konsummilch, Butter, Käse und Dauermilcherzeugnissen.

Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch sinkt um rund ein Kilogramm

Nach vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) ging die Herstellung von Konsummilch 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf rund vier Millionen Tonnen zurück. Damit sank die hergestellte Menge an Konsummilch zum fünften Mal in Folge. Rund 56 Prozent der Gesamtherstellungsmenge entfielen auf Vollmilch. Einen weiteren großen Anteil machte teilentrahmte Milch mit 37 Prozent aus.

Der Export von Konsummilch (hier Vollmilch, teilentrahmte und entrahmte Milch, sowie sonstige Konsummilch) ging 2025 um rund zehn Prozent auf 422.000 Tonnen zurück. Der Import fiel mit 186.300 Tonnen um 12,4 Prozent deutlich geringer aus 2024.

Die Menschen in Deutschland verbrauchten im vergangenen Jahr weniger Konsummilch. Der Pro-Kopf-Verbrauch betrug 2025 rund 45,1 Kilogramm und lag damit um 2,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Selbstversorgungsgrad bei Konsummilch belief sich auf 106,3 Prozent und blieb damit nahezu konstant.

Butterherstellung und -verbrauch gestiegen

Die Herstellung von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen belief sich 2025 auf insgesamt 518.100 Tonnen und lag damit 9,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Exporte von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse sind um 5,2 Prozent auf 161.400 Tonnen gestiegen. Gleichzeitig sanken allerdings die Importe gegenüber dem Vorjahr um knapp acht Prozent auf 127.700 Tonnen.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen stieg 2025 um 4,6 Prozent auf 5,6 Kilogramm (in Produktgewicht) – das entsprach rund einem Päckchen Butter (250 Gramm) mehr pro Person. Der Selbstversorgungsgrad für Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse erhöhte sich durch die gesteigerte Produktion, die geringere Einfuhr und die erhöhte Ausfuhr um 4,9 Prozentpunkte auf 111,5 Prozent.

Wieder mehr Käse verbraucht

Die Käsereien in Deutschland stellten 2025 rund 2,8 Millionen Tonnen Käse her und damit rund 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dazu zählen Hartkäse, Schnitt- und halbfester Schnittkäse, Weich- und Frischkäse, Pasta filata Käse, Sauermilch-, Koch- und Molkenkäse, Schmelzkäse und Schmelzkäsezubereitungen. Mit einem Anteil von je einem Drittel an der gesamten Käseherstellung gehörten Frischkäse sowie Schnittkäse und halbfester Schnittkäse zu den wichtigsten Käsesorten.

Die Importe von Käse beliefen sich 2025 auf 997.800 Tonnen, was einem Zuwachs um knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Exporte betrugen wie im Vorjahr 1,4 Millionen Tonnen. 

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse ist im Jahr 2025 nochmals gestiegen und lag im aktuellen Betrachtungszeitraum bei 26,4 Kilogramm und damit um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit verbrauchten die Bürgerinnen und Bürger erneut knapp ein Kilogramm pro Person mehr als im Jahr zuvor. Der Selbstversorgungsgrad belief sich auf 125,2 Prozent und fiel damit um 3,7 Prozentpunkte geringer aus als 2024.

Mehr Kondensmilcherzeugnisse hergestellt

Die Herstellungsmenge von Trockenmilcherzeugnissen einschließlich Molkenpulver ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf rund 1,1 Millionen Tonnen gestiegen. Im selben Jahr wurden 277.500 Tonnen Kondensmilcherzeugnisse produziert (-5,4 Prozent). 

Zu den Trockenmilcherzeugnisse zählen Magermilch- und Buttermilchpulver, Sahne,- Vollmilchpulver, teilentrahmtes Milchpulver und sonstige Milcherzeugnisse in Pulverform. Zusammen mit Molkenpulver und den Kondensmilcherzeugnissen gehören sie zu den Dauermilcherzeugnissen. Diese zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus.

In den Export gelangten insgesamt 832.900 Tonnen (+2,3 Prozent) Trockenmilcherzeugnisse einschließlich Molkenpulver. Der Import belief sich auf 434.200 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 1,9 Prozent.

2025 waren 659.800 Tonnen Trockenmilcherzeugnisse inklusive Molkenpulver verfügbar zum Verbrauch. Das entspricht etwa 7,9 Kilogramm pro Kopf. Der Selbstversorgungsgrad blieb quasi unverändert bei 162 Prozent. Für Kondensmilcherzeugnisse hingegen stieg der Selbstversorgungsgrad um ein Fünftel auf 368 Prozent.

Herstellung von Eiweißerzeugnissen aus Milch und Molke gestiegen

81.300 Tonnen Eiweißerzeugnisse aus Milch und Molke wurden 2025 in Deutschland hergestellt und verzeichneten damit ein Plus von rund 14 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg im gleichen Jahr um knapp ein Fünftel auf etwa 770 Gramm. Eiweißerzeugnisse finden unter anderem Verwendung in Sportlernahrung, Schmelzkäsezubereitungen oder Backmischungen.

Anmerkung: Daten 2025 vorläufig, Quelle: BLE (625)

Interaktive Grafik: Versorgung mit Konsummilch und Milcherzeugnissen

Die Versorgungsbilanz zum Download als csv-Datei oder über eine Schnittstelle (API) finden Sie unter: Open Data - Versorgungsbilanz Milch und Milcherzeugnisse

Kontakt

  • Ansprechpartner: Erika Mohr
  • Telefonnummer: 02 28 / 68 45 - 31 73
  • Behörde: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
  • Erika.Mohr(at)ble(dot)de