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Obst, Gemüse, Zitrusfrüchte, Schalen- und Trockenobst Versorgungsbilanzen

Das in Deutschland produzierte Obst und Gemüse reicht nicht aus, um den Verbrauch im Inland zu decken. Bananen, Zitrusfrüchte, Avocados und Co. können zudem nicht im deutschen Klima angebaut werden. Wie viel Obst und Gemüse wird nach Deutschland importiert und wie viel pro Kopf verbraucht?

Hinweis: Die Zahlen für das Wirtschaftsjahr (WJ) 2024/25 sind vorläufig. Die angegebenen Mengen beinhalten nicht nur frische Ware, sondern auch Verarbeitungs- beziehungsweise Industrieware umgerechnet in Frischgewicht.

Verbrauch von Gemüse leicht unter Zehnjahresdurchschnitt

Die Deutschen verwendeten im Wirtschaftsjahr 2024/25 rund 99 Kilogramm Gemüse pro Kopf. Dies zeigen die vorläufigen Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Das waren rechnerisch elf Kilogramm weniger als im Wirtschaftsjahr zuvor.  

Am größten war dabei mit gut 20 Kilogramm der Pro-Kopf-Verbrauch von Tomaten. Darauf folgte die Gruppe der Möhren, Karotten und Roten Rüben mit elf Kilogramm und Speisezwiebeln mit ebenfalls knapp elf Kilogramm pro Kopf.

Selbstversorgungsgrad mit Gemüse steigt

Der Selbstversorgungsgrad mit Gemüse lag im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei 40,9 Prozent und damit um etwa fünf Prozentpunkte höher als im Wirtschaftsjahr zuvor. Am höchsten war der Selbstversorgungsgrad mit 113 Prozent bei Weiß- und Rotkohl, gefolgt von den Möhren, Karotten und Roten Rüben mit 79 Prozent. Den geringsten Selbstversorgungsgrad hatten Tomaten: Hier deckte die deutsche Erzeugung nur rund fünf Prozent des heimischen Verbrauches ab.

Selbstversorgungsgrad von Obst leicht gesunken

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Obst lag im Wirtschaftsjahr 2024/25 in Deutschland bei 69 Kilogramm und damit 2,5 Kilogramm über dem Verbrauch im Wirtschaftsjahr zuvor. Gleichzeitig ist der Selbstversorgungsgrad um zwei Prozentpunkte auf rund 18 Prozent gesunken.

Äpfel waren mit einem Pro-Kopf- Verbrauch von 21 Kilogramm im Wirtschaftsjahr 2024/25 das in Deutschland am meisten verwendete Obst (ohne Berücksichtigung von Zitrusfrüchten, Schalenfrüchten und Trockenfrüchten). Mit 49 Prozent hatte die Gruppe der Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden unter den verschiedenen Obstarten den höchsten Selbstversorgungsgrad.

Den zweithöchsten Verbrauch hatten Bananen mit zwölf Kilogramm pro Kopf. Hier wurde die gesamte Menge importiert. Auf den Plätzen drei und vier folgten Tafeltrauben mit rund fünf Kilogramm und Erdbeeren mit gut drei Kilogramm pro Kopf.

Verwendung von Zitrusfrüchten leicht rückläufig

Noch höher als der Verbrauch von Äpfeln war die Verwendung von Zitrusfrüchten: Im WJ 2024/25 lag diese bei 2,2 Millionen Tonnen. Verglichen mit dem Vorjahr ging die verwendete Menge leicht zurück. Damit wurden 2024/25 durchschnittlich rund 26,5 Kilogramm Zitrusfrüchte pro Kopf verwendet. Im Vergleich mit den letzten 15 Jahren hat der Pro-Kopf-Verbrauch damit seinen niedrigsten Stand erreicht.

Mehr Trocken- und Schalenobst verwendet

126.000 Tonnen Trockenobst wurden 2024/25 in Deutschland verwendet. Zu Trockenobst zählen Rosinen, Korinthen, Datteln, Feigen, Dörrobst und andere Trockenfrüchte. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr um 200 Gramm auf 1,5 Kilogramm.

Auch bei Schalenobst nahm der Pro-Kopf-Verbrauch im WJ 2024/25 um ein halbes Kilogramm auf 5,8 Kilogramm zu. Zu Schalenobst gehören Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Paranüsse, Cashewnüsse, Pistazien, Esskastanien, Erdnüsse (nicht zur Ölgewinnung), Kokosnüsse und andere Schalenfrüchte.

Visualisierung der Versorgungsbilanzen zu Obst, Gemüse, Zitrusfrüchte, Schalen- und Trockenobst

Die Versorgungsbilanzen zum Download als csv-Datei oder über eine Schnittstelle (API) finden Sie unter:

Open Data - Versorgungsbilanz Obst, Zitrusfrüchte, Schalen- und Trockenobst

Open Data - Versorgungsbilanz Gemüse

Kontakt

  • Ansprechpartner: Detlev Pfeiffer
  • Telefonnummer: 02 28 / 68 45 - 35 78
  • Behörde: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
  • agrar(at)ble(dot)de