Verbrauch von Ölkuchen und -schroten ging im Wirtschaftsjahr 2019/20 deutlich zurück

Laut vorläufigen Berechnungen lag der Verbrauch von Ölkuchen und -schroten im Wirtschaftsjahr 2019/20 bei 7,4 Millionen Tonnen und ist damit gegenüber 2018/19 um 11 % gesunken. Die gesamte Menge wurde, wie in den Wirtschaftsjahren zuvor, als Futter verwendet.

Ölkuchen und -schrote aus Raps- und Rübsensamen sowie Sojabohnen hatten mit 4,0 Millionen Tonnen (53,9 %) und 2,6 Millionen Tonnen (34,9 %) den größten Anteil am Verbrauch. Vergleichsweise geringe Bedeutung hatten dagegen Ölkuchen und -schrote aus Palmkernen, Sonnenblumen, Erdnüssen und sonstigen Ölsaaten. Auf sie entfielen zusammen 11,2 % des Verbrauchs.

Im Wirtschaftsjahr 2019/20 ging die inländische Herstellung von Ölkuchen und -schroten mit 7,72 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr (7,86 Millionen Tonnen) um 143 Tausend Tonnen zurück. Auch die Menge, die aus inländischen Ölsaaten stammt, ist deutlich gesunken, und zwar um 20,4 % auf 1,4 Millionen Tonnen aufgrund einer niedrigen Rapsernte im Jahr 2019.

Die Einfuhren von Ölkuchen und -schroten sind im Wirtschaftsjahr 2019/20 laut vorläufigen Außenhandelsdaten gegenüber dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr um 3,7 % gesunken. Mit 4,0 Millionen Tonnen wurden deutlich mehr Ölnebenprodukte im Vergleich zum vorangegangenen Wirtschaftsjahr ausgeführt. Für das Wirtschaftsjahr 2019/20 ergibt sich ein Ausfuhrüberschuss von 329 Tausend Tonnen.

Trotz rückläufigem Verbrauch sank der Selbstversorgungsgrad von Ölkuchen und -schroten im Wirtschaftsjahr 2019/20 auf den Stand von 19 % und lag damit 2 Prozentpunkte unter dem des vorherigen Wirtschaftsjahres. Aufgrund der gestiegenen Rapsernte im Jahr 2020 (erhöhte Anbaufläche, gestiegener Hektarertrag) ist im Wirtschaftsjahr 2020/21 mit einer höheren Selbstversorgung zu rechnen.

Quelle: BLE, Referat 413