Vorläufige Zuckerbilanz 2017/18

Die Erntemenge des Jahres 2018 lag mit 26,2 Millionen im leicht unterdurchschnittlichen Bereich (5,2 % unter dem Fünfjahresmittel). Die Flächenausdehnung auf 413,9 Tausend Hektar konnte die durch Trockenheit bedingten Mindererträge nicht kompensieren. Von den 26,2 Millionen Tonnen im Jahr 2018 geernteten Zuckerrüben wurden 24,6 Millionen Tonnen in Zuckerfabriken verarbeitet. Der durchschnittliche Zuckerrübenertrag lag für Deutschland 2018 bei 63,3 Tonnen/Hektar und war damit extrem unterdurchschnittlich (16,7 % unter Fünfjahresmittel).

Laut vorläufigen Berechnungen lag die Inlandsverwendung von Zucker im Wirtschaftsjahr 2017/18 bei 3,2 Millionen Tonnen und damit im Vergleich zum Vorjahr mit 3,0 Millionen Tonnen auf einem leicht höheren Niveau. Von den 3,2 Millionen Tonnen wurden fast 2,8 Millionen Tonnen zu Nahrungszwecken eingesetzt. Im Non-food-Bereich war die Verwendung von Zucker für energetische Zwecke von 263.000 Tonnen im Wirtschaftsjahr 2016/17 auf 295.000 Tonnen in 2017/18 gestiegen.

Die Einfuhren im Wirtschaftsjahr 2017/18 lagen mit 1,21 Millionen Tonnen rund 42.000 t niedriger als im Vorjahr. Die Ausfuhren sind mit 1,8 Millionen Tonnen zu 1 Millionen Tonnen im Vorjahr deutlich gestiegen. Die überwiegende Menge, sowohl des importierten als auch des exportierten Zuckers, wurden in Form zuckerhaltiger Erzeugnisse gehandelt. Die eingeführte Menge belief sich 2017/18 auf etwas mehr als 1,2 Millionen Tonnen, exportiert wurden knapp 1,6 Millionen Tonnen.

Der Selbstversorgungsgrad lag im Wirtschaftsjahr 2017/18 bei 161 % und damit weit über dem des Vorjahres. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im Wirtschaftsjahr 2017/18 mit 34,8 Kilogramm, 1 Kilogramm über dem des Vorjahres und 0,1 Kilogramm unter dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch der letzten acht Jahre in Höhe von 34,9 Kilogramm.

Quelle: BLE (413)