Inlandsverwendung von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2018/19 bleibt bei erneut fallender Inlandserzeugung nahezu konstant

Laut vorläufigen Berechnungen lag die Inlandsverwendung von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2018/19 bei 13,4 Millionen Tonnen und ist damit gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr minimal gesunken (-0,3%). Die Verarbeitung von Ölsaaten (12,7 Millionen Tonnen) hat den größten Anteil an der Inlandsverwendung über den Markt (94,2 %). Eine vergleichsweise geringe Bedeutung dagegen haben der Nahrungsverbrauch und die Verfütterung in Form der vollständigen Saat; auf sie entfielen 2,3 % und 1,0 % der Inlandsverwendung von Ölsaaten.

Im Erntejahr 2018 wurden in Deutschland 3,78 Millionen Tonnen Raps und damit mit 13,9 % deutlich weniger als 2017, erzeugt.

Die Einfuhren von allen Ölsaaten sind im Wirtschaftsjahr 2018/19 laut vorläufigen Außenhandelsdaten gesunken. Im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr fiel die Menge um 6,4 % auf 9,4 Millionen Tonnen. Damit sank der Einfuhrüberschuss bei Ölsaaten auf 9,2 Millionen Tonnen (2017/18: 9,7 Millionen Tonnen). Auch die Einfuhren von Rapssaat sind im Wirtschaftsjahr 2018/19 gesunken. Sie gingen um 3,6 % auf 5,8 Millionen Tonnen zurück.

Nach vorläufigen Daten lag der Selbstversorgungsgrad von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2018/19 bei 28 % und damit 4 Prozentpunkte unter dem des Vorjahres. Beim Selbstversorgungsgrad von Raps und Rübsen ist mit 6 Prozentpunkten ein noch stärkerer Rückgang zu verzeichnen (39 % im Wirtschaftsjahr 2018/19, 45 % im Wirtschaftsjahr 2017/18). Aufgrund der noch niedrigeren Rapsernte im Jahr 2019 (verringerte Aussaatflächen, Auflaufprobleme wegen Trockenheit) ist im Wirtschaftsjahr 2019/20 mit einer noch niedrigeren Selbstversorgung zu rechnen.

Quelle: BLE, Referat 413

Ölsaaten

Die wirtschaftlich wichtigsten Ölsaaten weltweit sind Sojabohne und Raps. Sie dienen als Futtermittel in der Tierernährung und decken den Eiweißbedarf der Tiere. In Deutschland ist Winterraps die wichtigste Ölsaat. Körnersonnenblumen haben an Bedeutung verloren, der Sojaanbau in Deutschland gewinnt hingegen.