Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden für den Betrieb der Seite nur notwendige Cookies gesetzt. Details in unserer Datenschutzerklärung.
Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite
Die nachstehende Darstellung der für die Ernte 2025 maßgeblichen Witterungsverhältnisse stützt sich weitgehend auf die jahreszeitliche und monatliche Berichterstattung sowie anlassbezogene Sonderveröffentlichungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Klimatische Wasserbilanz wird als Differenz aus der Niederschlagssumme und der Summe der potentiellen Verdunstung nach der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) definiert.
Im Herbst 2024 wechselten sich trockene und unbeständige Phasen mit teils ergiebigen Niederschlägen ab. Das erste Mal seit Monaten herrschte in der zweiten Oktober- und ersten Novemberhälfte für mehrere Wochen weitgehend trockenes Hochdruckwetter. Die Temperaturen waren über weite Strecken überdurchschnittlich. Bezogen auf den Mittelwert 1991 bis 2020 war es der 12. überdurchschnittlich warme Herbst in Folge. Die Bodenfeuchte lag über ganz Deutschland gemittelt im Herbst 2024 etwas über den vieljährigen Mittelwerten von 1991 bis 2020. Die klimatische Wasserbilanz fiel – abgesehen von Teilen des Ostens – deutlich positiv aus.
Der September begann mit einer späten Hitzewelle, verbreitet wurden neue Temperaturrekorde aufgestellt. Zum Teil fehlte frisch gesätem Raps die Keimfeuchte. Die zweite Woche des Monats brachte einen Temperatursturz, stellenweise gab es ersten Frost in Bodennähe. Es stellte sich durchwachsenes Wetter ein. Um die Monatsmitte regnete es von Süd- über Ostbayern bis Sachsen und bis ins südliche Brandenburg sehr ergiebig. Gebietsweise mehr als 100 Millimeter, am östlichen Alpenrand mehr als 200 Millimeter Niederschlag innerhalb weniger Tage, führten zu durchnässten Oberböden und markantem Hochwasser. In Bayern war es der zweitnasseste September (nach 1899) seit Aufzeichnungsbeginn (1881). Anschließend folgte eine Reihe sonnig-warmer Tage, die obersten Zentimeter der Böden trockneten ab. Vielfach begann die Aussaat von Wintergerste, in warmen Regionen wurde vereinzelt noch Raps in die Erde gebracht. Verbreitet konnte Silomais geerntet werden – von der Ostsee bis nach Sachsen rund zehn Tage früher als üblich. Regional verzögerte sich dessen Abreife aber. Gegen Monatsende wurde es erneut unbeständig und kühl. Über Deutschland gemittelt lag die Niederschlagssumme mit 103 Millimeter deutlich über dem vieljährigen Mittel (60 Millimeter).
Im Oktober blieb es zunächst regenreich und kühl, örtlich mit leichten Nachtfrösten. In der zweiten Monatshälfte setzte sich zum großen Teil trockenes und mildes bis warmes, in tieferen Lagen oft jedoch neblig-trübes Wetter durch. Die Oberböden trockneten allmählich leicht ab. In einigen Regionen im Westen und Südwesten konnte erst jetzt Silomais geerntet werden, in Rheinland-Pfalz und dem Saarland war eine Verspätung von rund 10 Tagen zu verzeichnen. Die Niederschlagssumme für Deutschland von 60 Millimetern lag geringfügig unter dem langjährigen Mittelwert (63 Millimeter).
Im ersten Novemberdrittel setzte sich das häufig trübe, meist trockene und frostfreie Wetter zunächst fort, womit die Feldarbeiten zügig vorankamen. Im weiteren Monatsverlauf nahmen die Niederschläge deutlich zu. Insgesamt fielen in Deutschland rund 60 Millimeter Niederschlag, der Mittelwert liegt bei 63 Millimetern. Um den 20. November gab es eine erste winterliche Phase, teils mit Schnee bis in die Niederungen. Wenige Tage später erfolgte ein Warmlufteinbruch mit bis zu 22 Grad Celsius im Südwesten, das Monatsende brachte dann wieder Nachtfrost. Die, über weite Strecken überdurchschnittlichen, Temperaturen sorgten noch lange für reges Pflanzenwachstum.
Im Gegensatz zu vielen Wintern der vergangenen Jahre brachte der Winter 2024/2025 immer wieder weitgehend trockene Phasen unter Hochdruckeinfluss. Allerdings konnte sich einfließende Kaltluft meist nicht lange halten, sodass
der Winter insgesamt etwas zu mild ausfiel. Zeitweise zogen Tiefs mit flächendeckenden Niederschlägen durch, die
häufig als Regen fielen. Im Februar dominierte jedoch niederschlagsarme Witterung. Über Deutschland gemittelt lag
die Niederschlagssumme im Winter bei 157 Millimeter und damit deutlich unter dem vieljährigen Mittelwert (190
Millimeter). Lagen die Monatsmittelwerte der Bodenfeuchte bis Januar meist über den Durchschnittswerten, wurden
sie im Februar verbreitet unterdurchschnittlich.
Im Dezember wechselten sich bis gegen Weihnachten milde und niederschlagsreiche mit eher trockenen und etwas kälteren Phasen ab, zeitweise lockerte sich die Winterruhe. Um Weihnachten herum wurden im Norden Deutschlands erste blühende Haselsträucher gemeldet. In Teilen der Mittelgebirge sorgte etwas Schnee kurz vor Weihnachten für ein weißes Fest. Danach setzte sich weitgehend trockenes Wetter mit teils mäßigen Frösten und Dauerfrost in tieferen Lagen, aber ungewöhnlich milder Luft in höheren Mittelgebirgslagen durch. In den kühleren Regionen gefroren die oberen Zentimeter der Böden, speziell im Süden drang der Frost gebietsweise mehr als zehn Zentimeter in den Boden ein. Stellenweise war eine Eisweinlese möglich.
Der Januar gestaltete sich zunächst niederschlagsreich, begleitet von einem Auf und Ab der Temperaturen. Um den 9. des Monats schneite es besonders vom nordwestlichen Mittelgebirgsraum bis in den Osten teils ergiebig. In der folgenden trockenen und eher kalten Phase konnte sich die Schneedecke vielerorts einige Tage halten. Bei mäßigen, lokal auch strengen Nachtfrösten gefroren die Böden in der Mitte und im Süden verbreitet mehr als zehn, örtlich mehr als 20 Zentimeter tief. In einigen Weinanbaugebieten bot sich erneut Gelegenheit zur Eisweinlese. Im letzten Januardrittel stellte sich unbeständiges und sehr mildes Wetter ein. Die Vegetationsruhe lockerte sich deutlich, nun begann die Hasel auch in nicht ganz so milden Regionen zu stäuben.
Das erste Februardrittel verlief niederschlagsarm und wieder deutlich kälter mit Nachtfrösten, die Vegetationsruhe kehrte zurück. Zu Beginn des zweiten Monatsdrittels regnete es im Süden in vorübergehend milder Luft ergiebig, sonst blieb es kälter mit zeitweiligem Schneefall. Danach setzte sich trockenkalte Luft durch. Mit mäßigen, besonders in der Osthälfte strengen Frösten wurde es der kälteste Abschnitt des Winters. Der Frost drang erneut oft mehr als 10 und regional mehr als 20 Zentimeter tief in die Böden ein. Das letzte Monatsdrittel brachte eine starke Erwärmung und das Ende der Vegetationsruhe. Gegen Monatsende wurde es unbeständiger, dennoch fiel im Februar weniger als die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge. Die Haselblüte begann nun auch in den sehr späten Regionen. Sie erfolgte in etwa gemäß dem vieljährigen Mittel und deutlich später als in den drei vorangegangenen Jahren.
Der Frühling 2025 verlief über weite Strecken sehr niederschlagsarm, mit 95 Millimeter im deutschen Flächenmittel war er nach 1893 und 2011 der trockenste Frühling seit Aufzeichnungsbeginn. Wenn man den Februar zur Auswertung hinzunimmt, war dieser viermonatige Zeitraum sogar der trockenste. Zudem zeigte sich die Jahreszeit deutlich wärmer als üblich und außergewöhnlich sonnig. Dank zeitweiliger Niederschläge im April und Mai sowie durch einen, zeitweise recht kühlen, Mai hielten sich die Auswirkungen der Witterung auf die Landwirtschaft in Grenzen.
Der März war von viel Sonnenschein, sehr trockener Luft, großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie häufigem Nachtfrost geprägt. Die Niederschlagssumme lag über Deutschland gemittelt nur bei 17 Millimeter, damit war es der sechsttrockenste März seit Aufzeichnungsbeginn (Mittel: 57 Millimeter). Während es am Alpenrand vielerorts über 100 Millimeter regnete, kamen in der Nordwesthälfte teils nicht einmal fünf Millimeter zusammen. Die obersten Bodenschichten trockneten im Laufe des Monats deutlich ab. Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft blieben aufgrund der meist schon ab wenigen Zentimetern Tiefe noch ausreichend feuchten Böden gering. Die Befahrbarkeit verbesserte sich auf vielen Flächen schon Anfang März rasch. Dies wurde zur Düngung, Bodenbearbeitung und Aussaat von Sommergetreide genutzt. In der zweiten Monatshälfte begann die Bestellung der Zuckerrüben. Die Vegetationsentwicklung lag vorerst kaum vor dem Mittel der letzten Jahrzehnte, bis zum Monatsende wuchs die Verfrühung auf einige Tage an.
Im April herrschte bis etwa zum 12. des Monats überwiegend sonniges und fast durchweg trockenes Wetter. Die Feuchte des Oberbodens sank weiter und auch im Bereich bis 60 cm Tiefe lagen vor allem im Norden, Osten und in der Mitte die Werte vielerorts unterhalb des Bereichs der Vergleichsperiode. Speziell bei Zuckerrüben und Sommergetreide führten die ausgetrockneten obersten Zentimeter zu verzögertem und ungleichmäßigem Auflaufen. Am ersten Aprilwochenende verursachte ein Kaltlufteinbruch bei bereits blühenden oder abgeblühten Obstgehölzen regional Spätfrostschäden. Von der Monatsmitte bis gegen Monatsende stellte sich wechselhaftes Wetter mit ungleichmäßig verteilten, regional kräftigen Niederschlägen ein. Teilweise stieg die Feuchte des Oberbodens deutlich an, in weiten Teilen des Nordens und Ostens sowie von der Pfalz bis nach Franken und weiter nach Südbayern wurde die Trockenheit hingegen kaum gedämpft. Insgesamt fiel auch der April mit 30 Millimeter Niederschlag im deutschen Flächenmittel deutlich zu trocken aus (Mittel: 45 Millimeter). In der zweiten Monatshälfte kam verbreitet Mais in die Erde, der gegen Monatsende örtlich schon auflief. Die Vegetationsentwicklung beschleunigte sich: Raps begann mehr als eine Woche früher als üblich zu blühen, die Apfelblüte verfrühte sich um rund eineinhalb Wochen.
Die erste Maihälfte verlief großteils sehr niederschlagsarm, nur vom 3. bis zum 5. Mai gab es von der Mitte bis in den Süden kräftige Niederschläge. Folglich verstärkte sich Trockenheit besonders im Norden und Nordosten, aber zunehmend auch in der südlichen Mitte. Immerhin verringerten die oft eher niedrigen Temperaturen die Verdunstung. Dennoch sank die Bodenfeuchte der oberen 60 Zentimeter zeitweise erneut unter den Wertebereich der Vergleichsperiode. In den Nächten zum 23. und 24. Mai traten vor allem von der östlichen Mitte bis nach Nordbayern örtlich nochmals Luftfröste auf, bodennah gab es vereinzelt sogar mäßigen Frost unter –5 Grad Celsius. Dabei wurden teilweise Pflanzen geschädigt. Im letzten Monatsdrittel zog wiederholt flächendeckender und regional ergiebiger Regen durch, der verbreitet die obersten Bodenschichten anfeuchtete. Dennoch lag die Bodenfeuchte zum Monatsende weiterhin größtenteils deutlich unter den Mittelwerten. Auch blieb die Monatsniederschlagssumme mit 48 Millimetern markant unterdurchschnittlich (Mittel: 70 Millimeter), am Alpenrand fielen allerdings teils mehr als 150 Millimeter. Der Mais lief meist in der ersten Monatshälfte auf, im weiteren Verlauf wuchs er jedoch teils nur langsam und litt unter den kalten Nächten. Der Winterraps blühte nur langsam ab. Der erste Grünland-Silageschnitt erfolgte überwiegend in der ersten Monatshälfte. Mit Blühbeginn des Schwarzen Holunders begann der phänologische Frühsommer – rund eine Woche verfrüht. Die Trockenheit führte besonders bei Winterweizen zu Trockenstress.
Das erste Junidrittel gestaltete sich mäßig warm mit zeitweiligem Regen. Die Bodenfeuchte in 0 bis 60 Zentimeter Tiefe stieg über Deutschland gemittelt etwa auf durchschnittliche Werte an, die Wasserversorgung der Pflanzen verbesserte sich. Allerdings reichten die Niederschläge regional nicht aus, um das Defizit der Vormonate auszugleichen. Somit blieben die Böden vor allem vom südlichen Niedersachsen bis nach Brandenburg und von der Pfalz bis nach Franken deutlich trockener als üblich. Im weiteren Monatsverlauf stellte sich trockene und sommerlich warme bis heiße Witterung ein. Niederschläge fielen hauptsächlich in Form von Schauern und Gewittern. Unwetter mit extremem Starkregen und Hagel verursachten lokal starke Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen und ließen Getreide ins Lager gehen. Über Deutschland gemittelt blieb die Niederschlagssumme auch im Juni mit 59 Millimetern deutlich unter dem Mittel (76 Millimeter). Ab dem zweiten Junidrittel sank die Bodenfeuchte wieder rasch und stark ab, besonders in den oben genannten, schon im ersten Monatsdrittel recht trockenen, Regionen litten einige Kulturen zunehmend unter Trockenstress. Dazu kam an mehreren Tagen bei Temperaturen teils deutlich über 30 Grad Celsius Hitzestress. Die Heuernte wurde bereits zu Beginn der trockenen Witterung weitgehend beendet, sie erfolgte im Mittel etwa eine Woche später als üblich. Die Wintergerste reifte rasch ab – die Gelbreife trat ein paar Tage früher ein als im Mittel der letzten Jahrzehnte. Gegen Monatsende startete mit der Ernte der Wintergerste die Getreideernte 2025. Der phänologische Hochsommer begann mit der Blüte der Sommer Linde rund 5 Tage früher als üblich.
Der Juli verlief bis zum 6. des Monats verbreitet niederschlagsarm – abgesehen vom äußersten Nordwesten und dem Süden. Die Böden waren fast bundesweit markant trockener als üblich. Besonders vom östlichen Niedersachsen bis nach Brandenburg und vom Saarland und Rheinland-Pfalz bis nach Nordbayern standen die Kulturen teils unter Trockenstress. Die ersten beiden Tage des Monats brachten zudem große Hitze von teils deutlich über 35 Grad Celsius. Die Ernte der Wintergerste kam rasch voran. Nach vorläufigen Daten lag der Erntetermin rund 5 Tage vor dem Mittel der letzten Jahrzehnte. Ab dem 7. Juli stellte sich leicht wechselhaftes Wetter ein, ab etwa der Monatsmitte wurde es für den restlichen Juli zunehmend unbeständig. Über Deutschland gemittelt erreichte der Juli eine Niederschlagssumme von 114 Millimeter, er war damit nach fünf unterdurchschnittlichen Monaten nasser als üblich (Mittel: 87 Millimeter). Abgesehen vom Alpenrand gab es auch im Nordosten mit teils mehr als 200 Millimeter für dort ungewöhnlich hohe Niederschlagssummen. Die Bodenfeuchte stieg je nach Niederschlagsmenge unterschiedlich stark an, besonders in einigen Gebieten vom Westen bis in die Mitte war die Feuchte der oberen 60 Zentimeter auch am Monatsende noch unterdurchschnittlich. Von Schleswig-Holstein bis Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ließen ergiebige Niederschläge um den 12. und vom 21. bis zum 23. Juli die Bodenfeuchte auf weit überdurchschnittliche Werte steigen. Generell verbesserte sich die Wasserversorgung von Mais, Zuckerrüben und Grünland deutlich. Die Getreideernte geriet durch Niederschläge immer wieder ins Stocken, in manchen Regionen konnte erntereifes Getreide über viele Tage hinweg nicht gedroschen werden. Beim Beginn des phänologischen Spätsommers mit der Reife früher Apfelsorten zeichnete sich kaum eine Abweichung vom vieljährigen Mittel ab. Gegen Monatsende gab es schon erste Meldungen von reifem Holunder.
In den ersten Augusttagen setzte sich die niederschlagsreiche und eher kühle Witterung noch fort, meist mussten die Erntearbeiten weiterhin pausieren. Etwa vom 6. bis zum 26. August stellte sich verbreitet weitgehend trockenes Wetter ein, nur im Süden wurde die trockene Phase gelegentlich durch teils kräftigen Regen oder Gewitter unterbrochen. Kurz vor Monatsmitte trat die zweite markante Hitzewelle des Sommers auf, regional wurden Höchstwerte von mehr als 35 Grad Celsius erreicht. Die Bodenfeuchte ging abgesehen vom äußersten Süden stark zurück. Sie lag gegen Ende der trockenen Periode besonders vom Westen über die Mitte bis nach Nordbayern weit unter den für die Jahreszeit üblichen Werten. Damit gerieten speziell in diesen Landesteilen Mais, Zuckerrüben und Grünland auf einigen Standorten erneut unter Trockenstress. Im zuvor sehr feuchten Norden und Nordosten sank die Feuchte der oberen 60 Zentimeter in den Bereich durchschnitt¬licher Werte. Die Getreide- und Rapsernte konnte in der trockenen Phase rasch wieder aufgenommen und mit nur wenigen Unterbrechungen weitgehend beendet werden. Außerdem wurde meist der zweite Heuschnitt durchgeführt. Ab dem 27. August sorgten teils kräftige Niederschläge verbreitet für eine Anfeuchtung der obersten Bodenschichten. Von den frühen Regionen ausgehend erfolgte im Laufe des Augusts die Fruchtreife des Schwarzen Holunders, womit der phänologische Frühherbst begann, dabei deutete sich eine leichte Verfrühung gegenüber dem Mittel der letzten Jahrzehnte an.
Laut einer Schätzung aus der Versicherungswirtschaft beliefen sich die Ernteschäden im Ackerbau sowie im Obstund Gartenbau, bei Wein und bei Hopfen Stand Anfang August unter Einschluss der nicht versicherten Flächen auf rund 160-170 Millionen Euro. Die meisten an die Versicherungen gemeldeten Schäden im Ackerbau entstanden in Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Hauptursache für die Schäden war Hagel. Sturm und Starkregen waren weniger relevant.
In den ersten Augusttagen setzte sich die niederschlagsreiche und eher kühle Witterung noch fort, meist mussten die Erntearbeiten weiterhin pausieren. Etwa vom 6. bis zum 26. August stellte sich verbreitet weitgehend trockenes Wetter ein, nur im Süden wurde die trockene Phase gelegentlich durch teils kräftigen Regen oder Gewitter unterbrochen. Kurz vor Monatsmitte trat die zweite markante Hitzewelle des Sommers auf, regional wurden Höchstwerte von mehr als 35 Grad Celsius erreicht. Die Bodenfeuchte ging abgesehen vom äußersten Süden stark zurück. Sie lag gegen Ende der trockenen Periode besonders vom Westen über die Mitte bis nach Nordbayern weit unter den für die Jahreszeit üblichen Werten. Damit gerieten speziell in diesen Landesteilen Mais, Zuckerrüben und Grünland auf einigen Standorten erneut unter Trockenstress. Im zuvor sehr feuchten Norden und Nordosten sank die Feuchte der oberen 60 Zentimeter in den Bereich durchschnittlicher Werte. Die Getreide- und Rapsernte konnte in der trockenen Phase rasch wieder aufgenommen und mit nur wenigen Unterbrechungen weitgehend beendet werden. Außerdem wurde meist der zweite Heuschnitt durchgeführt. Ab dem 27. August sorgten teils kräftige Niederschläge verbreitet für eine Anfeuchtung der obersten Bodenschichten. Von den frühen Regionen ausgehend erfolgte im Laufe des Augusts die Fruchtreife des Schwarzen Holunders, womit der phänologische Frühherbst begann – im Deutschlandmittel 6 Tage früher als im vieljährigen Mittel.
In der Summe gab es im Sommer 2025 sowohl lange trockene, teils heiße Phasen, aber auch wechselhafte Abschnitte, die die Kulturen vor massiven Trockenheitsschäden bewahrten. Insbesondere dem nassen Juli war es zu verdanken, dass die Niederschlagssumme im Sommer mit über Deutschland gemittelt 219 mm nicht allzu weit unter dem Mittel von 241 mm (1991 bis 2020) lag. Von Schleswig-Holstein über Mecklenburg-Vorpommern bis in den Norden und Osten Brandenburgs sowie im äußersten Südwesten waren die Niederschläge überdurchschnittlich, sonst meist unterdurchschnittlich. Wie im Sommer üblich war die klimatische Wasserbilanz nahezu flächendeckend negativ. Vor allem im Schwarzwald, im Alpenvorland sowie regional in Schleswig-Holstein wurden positive Werte berechnet. Besonders im Südwesten sowie im Norden und Nordosten war die negative Abweichung insgesamt geringer als üblich. Die Mitteltemperatur lag mit 18,3 °C nur moderat über der aktuellen Vergleichsperiode von 1991 bis 2020 (17,6 °C), dennoch war es der 10.-wärmste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn 1881. Im deutschen Flächenmittel kamen im Laufe des Sommers 707 Sonnenstunden zusammen, das sind rund 10 % mehr als im Mittel 1991 bis 2020 (654 Stunden).
Agrarmeteorologische Berichte des Deutschen Wetterdienstes ab 2019
Hier finden Sie Informationen zur Bodenfeuchte und anderen Wasserhaushaltsgrößen: Bodenfeuchteviewer des Deutschen Wetterdienstes
Deutscher Wetterdienst: Monatlicher Klimastatus Deutschland - Rückblick und Vorschau
praxis-agrar.de: Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserversorgung in der Landwirtschaft