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Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes liegt die Erntemenge von Erdbeeren im Freiland 2026 bei 71.300 Tonnen. Das entspricht einem Rückgang von 11,3 Prozent im Vergleich zur bereits geringen Ernte im Vorjahr. Damit wäre die aktuell geschätzte Erntemenge die niedrigste in Deutschland seit 1995 mit 68.800 Tonnen.
In den Bundesländern wird 2026 die höchste Erntemenge mit 18.100 Tonnen voraussichtlich in Niedersachsen eingeholt. Darauf folgen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
Ein Grund für den Rückgang der Erntemenge sind die sinkenden Anbauflächen für Freilanderdbeeren. Mit 7.830 Hektar erreicht auch die Fläche den niedrigsten Wert seit 1995. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 2,9 Prozent.
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht im Rahmen der repräsentativen Vorerhebung im Juni 2026 erste vorläufige Schätzungen für Anbauflächen und Erntemengen von Erdbeeren im Freiland. Endgültige Ergebnisse folgen im Frühjahr 2027.
2025 wurden Erdbeeren in Deutschland auf 12.720 Hektar angebaut. Rund 8.060 Hektar davon waren im Ertrag stehende Erdbeerflächen im Freiland. Etwa 2.580 Hektar waren nicht im Ertrag stehende Freilandflächen. Laut Statistischem Bundesamt handelt es sich dabei um Flächen, auf denen noch nicht ertragsfähige Junganlagen stehen. Damit die tatsächlichen Durchschnittserträge nicht unterschätzt werden, findet hier eine Unterscheidung in Fläche im Ertrag und nicht im Ertrag statt.
Die ertragsfähigen Anbauflächen für Freilanderdbeeren nehmen allerdings seit 2013 kontinuierlich ab. 2025 ist die Fläche im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gesunken – gegenüber 2013 sogar um fast 50 Prozent. Gestiegene Produktionskosten sowie die Preisentwicklung bei sinkender Nachfrage nach Erdbeeren erklären unter anderem diese Entwicklung. Die inländische Erdbeererzeugung ist verhältnismäßig kostenintensiv.
2025 wuchsen Erdbeeren auf etwa 2.080 Hektar unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen inklusive Gewächshäusern. Im Gegensatz zum Anbau im Freiland nahm diese Fläche während der vergangenen zehn Jahre stetig zu. Verglichen mit 2013 stieg der geschützte Anbau von Erdbeeren um 346 Prozent.
128.410 Tonnen Erdbeeren ernteten die deutschen Gärtnerinnen und Gärtner 2025. Rund 80.380 Tonnen davon stammten aus dem Freilandanbau. Damit fiel die Freilandernte 2,3 Prozent höher aus als im Erntejahr 2024, lag damit aber deutlich unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von rund 112.380 Tonnen.
Im geschützten Anbau hingegen ist die Erntemenge in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. 2025 wurden hier 48.030 Tonnen geerntet. Der Ertrag war mit 23 Tonnen pro Hektar im geschützten Anbau mehr als doppelt so hoch wie im Freilandanbau (10 Tonnen pro Hektar).
Die Daten über den Anbau und die Ernte von Erdbeeren werden vom Statistischen Bundesamt im Rahmen der Gemüseerhebung erhoben.
Statistisches Bundesamt: Ernte von Freiland-Erdbeeren und Spargel 2026 voraussichtlich weiter rückläufig