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Strauchbeeren Obstanbau

Johannisbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren und Brombeeren, aber auch Holunderbeeren, Sanddorn oder Aroniabeeren gehören zu den Strauchbeeren. Lesen Sie hier, auf welcher Fläche diese leckeren Früchte angebaut werden und wie hoch die Ernte ausgefallen ist.

Höchste Strauchbeerenernte seit Erhebungsbeginn 2012

Rote Johannisbeeren
©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Auf 9.010 Hektar wurden 2025 rund 45.750 Tonnen Strauchbeeren geerntet. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Erntemenge damit um 23,5 Prozent zu. Grund dafür waren die günstigen Witterungsbedingungen im Erntejahr 2025. Im Vorjahr führten unter anderem Fröste während der Blüte, Trockenheit im Frühjahr sowie viel Regen zur Erntezeit laut Statistischem Bundesamt zu der niedrigen Erntemenge.

Strauchbeeren vorwiegend im Freiland angebaut

Auf 8.420 Hektar wuchsen 2025 in Deutschland Strauchbeeren im Freiland, das sind 93 Prozent der gesamten Strauchbeerenfläche. Insgesamt wurden im Freiland 39.290 Tonnen Strauchbeeren geerntet. Dabei blieb die Kulturheidelbeere weiterhin die bedeutendste Strauchbeerenart: sie machte fast die Hälfte der Strauchbeerenernte im Freiland aus. Auf Platz zwei im Freilandanbau landeten rote und weiße Johannisbeeren mit 9.320 Tonnen.

Insgesamt war der Anbau unter hohen begehbaren Schutzabdeckung mit 590 Hektar bezogen auf die Fläche deutlich kleiner als der Anbau im Freiland. Hohe begehbare Schutzabdeckungen bezeichnen dabei feste oder bewegliche Gewächshäuser sowie andere hohe begehbare Schutzabdeckungen aus Glas, festem Kunststoff oder Folie. Schutz- und Schattennetze mit sehr dichtem Gewebe und Beschattungsgrad von mindestens 80 Prozent zählen ebenfalls dazu.

Himbeeren dominieren im geschütztem Anbau

Knapp 6.450 Tonnen Strauchbeeren wurden 2025 aus Kultivierung unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen geerntet. Etwa 4.750 Tonnen davon waren Himbeeren. Diese Strauchbeerenart dominiert den geschützten Anbau mit einem Flächenanteil von 77 Prozent. Himbeeren reagieren besonders empfindlich auf Witterungseinflüsse. Daher lohnt sich gerade bei dieser Frucht der im Vergleich kostenintensivere Anbau unter Schutzabdeckungen. In den vergangenen zehn Jahre lässt sich bei Himbeeren ein klarer Trend, weg vom Freilandanbau und hin zur Kultivierung in Gewächshäusern und anderen hohen begehbaren Schutzabdeckungen, beobachten.

Die meisten Strauchbeeren kommen aus Niedersachsen

Kultur von Heidelbeeren auf Holzsubstrat
©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Mit einer Anbaufläche von 2.600 Hektar und damit einem Anteil von 29 Prozent an der gesamten Strauchbeerenfläche hatte Niedersachsen auch 2025 beim Anbau von Strauchbeeren die Nase vorn. Dabei machten Heidelbeeren mit 86 Prozent den Hauptteil der dort kultivierten Beeren aus. Mit rund 9.200 Tonnen und 8.420 Tonnen hatten Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen (12.860 Tonnen) die größten Anteile an der Strauchbeerenernte.