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Wein wird in Deutschland fast ausschließlich in den 13 deutschen Weinbaugebieten kultiviert. Das bedeutendste Bundesland ist hier Rheinland-Pfalz: dort befinden sich 63 Prozent der deutschen Rebflächen. Den zweitgrößten Anteil nimmt Baden-Württemberg mit 25 Prozent der Rebfläche ein.
Insgesamt bauten deutsche Winzerinnen und Winzer 2025 auf rund 101.970 Hektar bestockter Rebfläche Keltertrauben an. 100.490 Hektar Reben standen 2025 im Ertrag. An der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche macht Rebland mit 0,6 Prozent nur einen sehr geringen Anteil aus.
Traditionell liegt der Schwerpunkt der deutschen Weinproduktion auf weißen Sorten. Diese wuchsen 2025 auf gut zwei Dritteln des Reblandes (70.880 Hektar). Während der Anbau weißer Trauben in den letzten zehn Jahren immer weiter anstieg, die Anbaufläche 2025 leicht zurück (-0,8 Prozent). Der Anbau roter Sorten hingegen ist bereits seit über zehn Jahren rückläufig. 2025 sank die Weinbergfläche mit Rotweinsorten auf circa 31.080 Hektar.
In Deutschland ist der Riesling die mit Abstand bedeutendste weiße Sorte: er wuchs 2025 auf 23 Prozent der Weinbaufläche (23.890 Hektar). Der Spätburgunder, die wichtigste rote Rebsorte, stand auf elf Prozent der Flächen (11.250 Hektar).
Innerhalb der vergangenen zehn Jahre stieg unter den weißen Sorten die Anbaufläche des Ruländers (Grauburgunder) um 2.440 Hektar auf 8.390 Hektar an und die des Weißburgunders auf 6.350 Hektar (+1.380 Hektar). Gleichzeitig sank der Flächenanteil der Sorte Müller-Thurgau seit 2015 um rund 2.510 Hektar auf 10.230 Hektar. Trotzdem bleibt Müller-Thurgau die zweitgrößte weiße Rebsorte und drittgrößte aller Sorten. Im Vergleich zum Vorjahr nahm allerdings die Anbaufläche all dieser Sorten leicht ab.
Bei den roten Beeren geht die Anbaufläche der am meisten angebauten Sorten zurück. Besonders stark sank dabei die Rebfläche der Sorte Dornfelder: von 7.870 Hektar in 2015 auf 6.350 Hektar in 2025.
7,7 Millionen Hektoliter Weinmost produzierten die Winzerinnen und Winzer 2025 in Deutschland. Davon waren gut zwei Drittel Weißmost und knapp ein Drittel Rotmost. Insgesamt lag die Weinmosternte 2025 unter dem Durchschnitt von circa 8,7 Millionen Hektolitern der vergangenen zehn Jahre. Verglichen mit dem Rekordjahr 2018 war der Ertrag 2025 etwa ein Viertel niedriger.
Europäischem Recht folgend werden Weine in Weine ohne geschützte Herkunftsangaben und mit geschützten Herkunftsangaben eingeteilt.
Weine ohne geschützte Herkunftsangabe sind:
Weine mit geschützter Herkunftsangabe sind:
Für die einzelnen Klassifizierungen müssen die Weine jeweils bestimmte Vorrausetzungen erfüllen. Für Landwein müssen zum Beispiel mindestens 85 Prozent der verwendeten Weintrauben aus dem genannten Gebiet kommen. Die Namen der deutschen Landweingebiete werden als geographische Angaben (g. g. A.) geschützt.
Bei Qualitätswein hingegen müssen alle Trauben in einem bestimmten Anbaugebiet geerntet und verarbeitet werden. In Deutschland sind alle 13 Weinanbaugebiete mit der geschützten Ursprungsbezeichnung (g. U.) geschützt und dürfen somit Qualitätswein herstellen.
Prädikatswein wird in Verbindung mit einem Prädikat, darunter beispielsweise Kabinett, Spätlese, Auslese oder Eiswein, gekennzeichnet. Kabinett stellt dabei die unterste Prädikatsstufe dar: alle anderen Prädikatsweine müssen zusätzlich weitere Bedingungen erfüllen. Zum Beispiel nutzen Winzerinnen und Winzer für Eiswein nur Keltertrauben, die bei der Lese und Kelterung gefroren sind.
14.150 Betriebe bauten 2023 in Deutschland Wein an. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre nahm die Anzahl der Weinbau-Betriebe um etwa ein Viertel ab. Besonders kleine Höfe gibt es immer weniger. Im Jahr 2010 waren es noch rund 6.050 Betriebe mit weniger als einem Hektar bestockter Rebfläche, die Agrarstrukturerhebung 2023 zählte nur noch 3.160.
Im Gegensatz dazu blieb die Anzahl größerer Betriebe stabil. Sehr große Betriebe nahmen sogar zu. Dies verdeutlicht, dass die Struktur des deutschen Weinbaus sich zu weniger Betrieben mit größeren Weinbergen hin entwickelt.
2025 wurden insgesamt 110 Hektar für eine neue Bepflanzung mit Weinreben genehmigt. Davon 30 Hektar in Rheinland-Pfalz, wo fast zwei Drittel der heimischen Rebflächen liegen. Nach dem Weingesetz dürfen in Deutschland jährlich maximal 0,3 Prozent der bepflanzten Anbaufläche des Vorjahres als neue Rebflächen genehmigt werden, um das Marktgleichgewicht aus Angebot und Nachfrage zu erhalten. Stichtag ist jeweils der 31. Juli. Beantragt werden die Neuanpflanzungen bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der BLE-Seite zum Genehmigungssystem für Neuanpflanzungen.
Seit bereits über 2.000 Jahren wird in Deutschland Wein angebaut. Die Weinreben benötigen je nach Sorte mäßig warme bis warme Witterungsbedingungen, um gute Erträge und Qualität zu liefern. Daher beschränkt sich der deutsche Weinbau auf klimatisch günstige Regionen. Diese liegen vorwiegend in milden Flusstälern, zum Beispiel des Rheins oder der Mosel. Dort prägen die Weinreben die Kulturlandschaft durch den Anbau an sonnigen und häufig steilen Hängen. Mehr als 100 Sorten Wein bauen deutsche Winzerinnen und Winzer an.
Bundesinformationszentrum Landwirtschaft: Weinbau in der Praxis
BMLEH: Wein
BMLEH Pressemitteilung: Deutschland startet Weinbau-Initiative im EU-Agrarrat
Verwaltungsdaten-Informationsplattform: Weinbergsrolle
Verwaltungsdaten-Informationsplattform: EU-Weinbaukartei