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2026 ernteten die Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland laut vorläufigen Zahlen rund 3,9 Millionen Tonnen Raps und Rübsen. Die Anbaufläche betrug insgesamt 1,1 Millionen Hektar – das entsprach etwa sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschlands.
Kultiviert wird vor allem Winterraps. 2025 bauten rund 41.200 landwirtschaftliche Betriebe Winterraps an, welcher im Vorjahr ausgesät wird und dann auf dem Feld überwintert.
Auf 100.700 Hektar bauten die deutschen Landwirtinnen und Landwirte 2026 Sonnenblumen an. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anbaufläche um rund 63 Prozent. 2025 wurden 142.800 Tonnen Sonnenblumen geerntet – rund sechs Prozent mehr als 2024. Der Ertrag war mit 2,3 Tonnen pro Hektar etwas niedriger als im Vorjahr.
Inzwischen wird Soja auch in Deutschland angebaut. 2026 lag die Anbaufläche bei 52.300 Hektar. Aufgrund des hohen Wärmebedarfs der Sojapflanze lagen diese Flächen vor allem im Süden Deutschlands, in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Im Vergleich zu 2025 stieg die Anbaufläche von Soja um rund ein Fünftel.
130.800 Tonnen Sojabohnen ernteten die deutschen Landwirtinnen und Landwirte im Jahr 2025. Das war fast dreimal so viel wie im Jahr 2016. Im Durchschnitt lag der Ertrag 2025 bei etwa drei Tonnen pro Hektar.
Anmerkung: Für 2026 liegen noch nicht für alle Fruchtarten Zahlen zu Erntemenge und Ertrag vor.
Ölsaaten sind Pflanzen, deren Samen der Erzeugung von Öl dienen. Dazu zählen unter anderem Raps und Rübsen, Sonnenblumen, Sojabohnen und Öl-Lein (Leinsamen). Die weltweit bedeutendsten Ölsaaten sind Sojabohnen und Raps. In Deutschland haben Raps und Rübsen den größten Anteil am Anbau von Ölsaaten. Darauf folgen Sonnenblumen und Sojabohnen. Bei der Ölgewinnung bleiben Ölkuchen und –schrote als Nebenprodukt, auch Koppelprodukt genannt, übrig. Diese verfüttern Landwirtinnen und Landwirte als eiweißreiches Futtermittel an Nutztiere.