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Aus den Untersuchungen von Getreideproben der Ernte 2025 werden nachstehend schwerpunktmäßig Werte über Qualität und Sortenverteilung aufgeführt.
Feuchtigkeitsgehalt und Schwarzbesatz wurden nur anhand der Volldruschproben ermittelt. Die Angaben sind daher, besonders auf Landesebene, weniger repräsentativ. Gegenüber dem Vorjahr kann im deutschlandweiten Schnitt außer beim Winterweizen und der Wintergerste bei allen anderen Getreidearten ein höherer Feuchtigkeitsgehalt festgestellt werden. Besonders signifikant war der Anstieg beim Hafer von 8,0 Prozent in 2024 auf 12,3 Prozent in 2025. Der Schwarzbesatz ist im deutschlandweiten Schnitt zum Vorjahr bei allen Getreidearten außer bei Hafer gesunken. Beim Hafer bleibt der Wert unverändert zum Vorjahr bei 1,0 Prozent der Volldruschproben.
Der Anteil des Getreides mit Auswuchs wurde anhand der Volldruschproben ermittelt. Die Getreideart Wintergerste weist größtenteils keinen Auswuchs auf. Hier liegt der prozentuale Anteil ohne Auswuchs bei 86,6 Prozent. Die höchsten prozentualen Abweichungen zum Vorjahr sind beim Winterweizen, Roggen und Wintermenggetreide und der Triticale ohne Auswuchs zu beobachten. Hier sinkt im Jahr 2025 der Anteil ohne Auswuchs beim Winterweizen von 86,7 Prozent (2024) auf 66,2 Prozent, beim Roggen und Wintermenggetreide von 93,7 Prozent (2024) auf 71,6 Prozent, bei den Triticalen von 60,2 Prozent (2024) auf 43,3 Prozent.
Die Qualität der deutschen Weizen- und Roggenernte 2025 wurde wie alljährlich von dem Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, am Standort Detmold anhand der Probeschnitt- und Volldruschmuster untersucht.
Die Winterweizenernte 2025 weist im Durchschnitt aller untersuchten Proben aus dem Bundesgebiet einen Proteingehalt von 12,3 Prozent auf. Dieser Wert liegt über dem Niveau des Vorjahres (11,6 Prozent) und ist im Vergleich zum Mittel (12,2 Prozent) der vergangenen sechs Jahre etwas höher ausgefallen. Der Sedimentationswert, ein indirektes Maß für die Proteinqualität, entspricht mit 44 ml dem Wert des Vorjahres (38 ml), er liegt vergleichbar dem Durchschnittswert der vorausgehenden sechs Jahre (41 ml). Das anhand von Proteingehalt, Sedimentationswert und Backqualitätsgruppe berechnete Backvolumen im Rapid-Mix-Test (RMT; berechnet nach Laidig et.al., 2018) liegt mit 591 ml pro 100 g Mehl etwas höher als im Vorjahr (572 ml/100 g Mehl) und gleich dem Sechsjahresmittel (591 ml/100 g Mehl).
Gemessen an den Verhältnissen der Ernte 2024, in der bundesweit 1,7 Prozent aller untersuchten Proben eine Fallzahl von unter 160 s und 0,5 Prozent unter 220 s aufwiesen, sind die Werte mit 13,8 Prozent unter 160 s und 23,4 Prozent unter 220 s in diesem Jahr auf einem sehr niedrigen Niveau.
Die untersuchten Sorten der Qualitätsgruppe E lieferten einen Gesamteiweißgehalt von durchschnittlich 12,7 Prozent, dieser liegt etwas über dem Niveau des Vorjahres (12,5 Prozent). Auch der Sedimentationswert hat sich im Vergleich zum Vorjahr (48 ml) mit 51 ml verbessert. Im A-Segment wurden 12,5 Prozent Proteingehalt und 45 ml Sedimentationsvolumen festgestellt. Der Proteingehalt hat sich in diesem Segment im Vergleich zum Vorjahr (11,7 Prozent) erhöht, der Sedimentationswert ist mit 45 ml im Vergleich zum Vorjahr (38 ml) erhöht. Die B-Weizensorten ergaben einen mittleren Proteingehalt von 11,5 Prozent (2024: 10,7 Prozent) und einen mittleren Sedimentationswert von 38 ml (2024: 31 ml). Im C-Weizensortiment wurde ein höherer Proteingehalt (8,9 Prozent) und Sedimentationswert (23 ml) als in 2024 (7,7 Prozent, 16 ml) ermittelt.
Die Brotroggenqualität wird üblicherweise im Handel mit den Merkmalen der Stärkebeschaffenheit (Fallzahl > 120 s), der Amylogramm-Verkleisterungstemperatur (> 63 °C) und Amylogramm-Maximum-Viskosität (> 200 AE) definiert. Die im Erntejahr 2025 insgesamt als zufriedenstellend zu bewertende Situation in den verschiedenen Anbaugebieten findet ihren Ausdruck in der Betrachtung des bundesweiten Durchschnitts. Danach liegt der Brotroggenanteil der diesjährigen Ernte bei 89,8 Prozent (2024: 99,4 Prozent).
Zur Verbreitung der Getreidesorten in den Ländern und im Bundesgebiet im Jahr 2025 lässt sich im Rahmen der Ergebnisse der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung folgendes feststellen:
Auch im Jahr 2025 belegte die Winterweizensorte „Chevignon“ Platz eins (10,2 Prozent), gefolgt von „Ponticus“ (7,7 Prozent). Die Sorte „Reform, RGT“ belegt Platz drei (6,3 Prozent).
Die Roggensorte mit der größten Verbreitung war 2025 wie auch im Vorjahr „KWS Tayo“ (29,5 Prozent). Die Sorten „KWS Serafino“ (9,4 Prozent) und „SU Karlsson“ (6,6 Prozent) lagen auf Platz zwei und drei.
Bei der Wintergerste führte, wie auch im Vorjahr, die Sorte „Julia“ (18,4 Prozent). Die Sorte „Esprit“ (8,4 Prozent) folgte auf Platz zwei. Den dritten Platz belegte die Sorte „Sandra“ mit (5,6 Prozent).
In diesem Jahr blieb die Reihenfolge der Sommergerstesorten auf den drei oberen Plätzen wie auch im Vorjahr bestehen. „Planet RGT“ (8,6 Prozent) belegte weiterhin den dritten Platz. Am zweithäufigsten wurde die Sorte „Lexy“ (20,2 Prozent) angebaut. Die Sorte „Amidala“ legte auch in 2025 noch einmal zu und bildet die Spitze (38,5 Prozent).
Beim Hafer hielt sich die Sorte „Max“ (29,7 Prozent) in 2025 weiterhin auf Platz eins, gefolgt von „Lion“ (16,9 Prozent) und „Karl“ (9,7 Prozent).
Auch bei den Triticalesorten übernahm die Sorte „Lombardo“ (42,9 Prozent) erneut die Führung und nahm fast die Hälfte der Anbaufläche ein, Platz zwei belegte die Sorte „Lumaco“ (13,6 Prozent), Platz drei „Rivolt“ (10,3 Prozent).