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2025 ernteten die Obstbäuerinnen und Obstbauern in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen Äpfel. Damit lag die Erntemenge 17,2 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre sowie 30,5 Prozent über der schwachen Ernte des Vorjahres. Grund für die gute Ernte waren die milde Witterung während der Blütezeit sowie das Ausbleiben von Frost und Hagel in den meisten Anbaugebieten.
Auch bei Birnen fiel die Ernte 2025 mit 42.290 Tonnen gut aus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Erntemenge somit um 8,5 Prozent. Verglichen mit dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre war die Birnenernte 2025 elf Prozent höher.
2025 wurden in Deutschland rund 47.100 Tonnen Kirschen geerntet. Mit 79 Prozent (37.300 Tonnen) fiel der größte Anteil auf Süßkirschen, die weiteren 9.800 Tonnen auf Sauerkirschen. Damit legte die Kirschenernte im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Vorjahr um 33 Prozent zu. In den meisten Anbauregionen war, dank milder Witterung während der Blüte und ausbleibendem Frost und Hagel, besonders die Süßkirschenernte 2025 sehr gut. Die Sauerkirschenernte überstieg zwar die sehr schwache Ernte 2024, lag aber 20 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Grund dafür ist unter anderem der Rückgang der Anbaufläche um rund ein Viertel in den vergangenen zehn Jahren.
Die deutschen Obstbaubetriebe ernteten 2025 rund 51.300 Tonnen Pflaumen und Zwetschen. Damit verzeichneten sie ein Plus von 17,2 Prozent zum Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Vorjahresernte wurde ebenfalls um rund 17 Prozent und damit etwa 7.500 Tonnen übertroffen. Die größten Anbauländer waren in Deutschland dabei Baden-Württemberg, mit einer Erntemenge von circa 17.900 Tonnen, und Rheinland-Pfalz mit 14.500 Tonnen.
Die Obstbäuerinnen und Obstbauern ernteten im gleichen Jahr 5.700 Tonnen Mirabellen und Renekloden. Das waren gut drei Prozent mehr als im Vorjahr. Den Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024 überstieg die Mirabellen- und Reneklodenernte 2025 um zwölf Prozent.
Die Fläche im Baumobstanbau 2025 lag laut endgültigen Schätzungen bei rund 46.690 Hektar. Davon entfielen 32.690 Hektar auf Apfel- und rund 5.660 Hektar auf Süßkirschenplantagen. Bei beiden Fruchtarten ging die Anbaufläche damit im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Weitere bedeutende Baumobstarten sind Pflaumen und Zwetschgen, Birnen, Sauerkirschen sowie Mirabellen und Renekloden. Diese nahmen jedoch eher kleine Flächenanteile ein.
Die Baumobstfläche wird alle fünf Jahre in der Baumobstanbauerhebung ermittelt, zuletzt 2022. In den Jahren dazwischen kann mit Hilfe der Flächenangaben des Ernte- und Betriebsbericht: Baumobst eine Annäherung der Baumobstfläche berechnet werden – allerdings ohne Berücksichtigung der Anbauflächen von Aprikosen, Pfirsichen, Quitten, Walnüssen, Haselnüssen und sonstigem Baumobst.
Äpfel, Birnen, Süßkirschen sowie Pflaumen und Zwetschen wurden 2025 zu rund 60 Prozent und mehr als Tafelobst verwendet. Bei Mirabellen und Renekloden hingegen diente jeweils etwa die Hälfte als Tafelobst und als Verwertungs- und Industrieobst. Der Anteil der Erntemenge, der weiterverarbeitet wurde, war bei Sauerkirschen mit 92 Prozent mit Abstand am größten. Die höchsten Mengen, die nicht abgeerntet oder vermarktet wurden, traten mit 4,5 Prozent bei Süßkirschen auf.
2022 bauten in Deutschland 6.510 Betriebe Baumobst an. Gegenüber 2012 war dies ein Rückgang von 13 Prozent. Dagegen wuchs die Baumobstanbaufläche Deutschlands innerhalb der letzten zehn Jahre insgesamt um etwa acht Prozent. Zwischen 2017 und 2022 nahm sie dabei leicht ab. Ein durchschnittlich großer Betrieb verfügte demnach 2012 über eine Baumobstfläche von sechs Hektar. 2017 waren es schon sieben Hektar. Aktuell liegt dieser Wert bei 7,6 Hektar. Diese Zahlen zeigen, dass der Strukturwandel im Marktobstanbau anhält.