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Landwirtschaft

Testbetriebsnetz Fischerei (Buchführungsergebnisse)

Buchführungsergebnisse Fischerei 2019

Zur Ermittlung der wirtschaftlichen Lage der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei werden die Buchführungsdaten von 122 Testbetrieben ausgewertet. Die zentrale Größe für die Erfolgsmessung ist der Gewinn. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften umfasst dieser das Entgelt für die nicht entlohnte Arbeit des Unternehmers sowie der mitarbeitenden, nicht entlohnten Familienangehörigen. Die Ergebnisse der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei können für Deutschland insgesamt als repräsentativ angesehen werden, bei stärkerer Differenzierung sind sie in ihrer Aussagekraft jedoch weiterhin eingeschränkt, da die Zahl der am Testbetriebsnetz teilnehmenden Kutter hierfür zu klein ist.

Das Schaubild verdeutlicht die Gewinnentwicklung der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei der vergangenen zehn Jahre. Es wird deutlich, dass die Entwicklung des Gewinns in den verschiedenen Regionen und für die verschiedenen Fischereierzeugnisse sehr heterogen ist. Grund hierfür ist zum einen, dass Anlandemengen und Produktpreise relativ großen jährlichen Veränderungen unterliegen. Zum anderen sind unterschiedliche strukturelle Gegebenheiten in den Fangregionen ausschlaggebend. So weisen die Gewinne der Krabbenfischer im dargestellten Zeitraum deutlich stärkere Gewinnschwankungen auf als die Frischfischfischerei. Während die Gewinne der Krabbenfischer zwischen rund 2.900 Euro (2019) bis 136.700 Euro (2012) schwankten, reichte die Spanne bei den Frischfischfängern lediglich von 22.000 (2019) und 78.100 (2018). Außerdem entwickelten sich die Gewinne in der Frischfischfischerei in den verschiedenen Regionen (früheres Bundesgebiet gegenüber Mecklenburg-Vorpommern) zum Teil gegenläufig.

Nach drei Jahren mit steigenden Gewinnen sanken die Gewinne 2019 für die Flotte insgesamt deutlich. Mit einem Minus von 89,5 % erzielten die Betriebe rückläufige Gewinne von durchschnittlich 11.078 €/Unternehmen. Die Frischfischfischer in Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten den geringsten Gewinnrückgang. Ein Rückgang von 38,9 % führte zu einem Gewinn von durchschnittlich 26.569 €/Unternehmen. Für alle Gruppen stellen die Gewinne im Jahr 2019 das schlechteste Ergebnis im gesamten Betrachtungszeitraum dar. Ein Grund für das schlechte Ergebnis der Frischfischfischer sind die deutlichen Quotenkürzungen im Jahr 2019.

Den ausführlichen Bericht und Tabellen zu diesem Thema finden Sie hier: Broschüre Buchführungsergebnisse der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei 2019