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Landwirtschaft

Ölsaaten

Ölsaaten

Ölsaaten sind Pflanzen, deren Samen der Erzeugung von Öl dienen. Bei der Ölgewinnung bleiben Ölkuchen und –schrote als Nebenprodukt, auch Koppelprodukt genannt, übrig. Diese werden als eiweißreiche Futtermittel in der Tierernährung verwendet. Zu den Ölsaaten zählen unter anderem Raps und Rübsen, Sonnenblumen, Sojabohnen und Öllein (Leinsamen). Weltweit haben davon Sojabohne und Raps die wirtschaftlich wichtigste Bedeutung. In Deutschland haben Raps und Rübsen den größten Anteil am Anbau von Ölsaaten. Darauf folgen Sonnenblumen und Sojabohnen.

Raps und Rübsen

In Deutschland sind Raps und Rübsen die am häufigsten angebauten Ölpflanzen und damit das wirtschaftlich wichtigste Handelsgewächs. Vorwiegend wird Winterraps kultiviert, welcher im Vorjahr ausgesät wird und dann auf dem Feld überwintert. 2020 wurde Winterraps von 36.900 landwirtschaftlichen Betrieben angebaut. 2021 betrug die Anbaufläche von Raps und Rübsen insgesamt etwa 1 Millionen Hektar und machte somit sechs Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. Mit 997.000 Hektar machte Winterraps fast die gesamte Fläche aus. Im gleichen Jahr wurden 3,5 Millionen Tonnen Raps und Rübsen geerntet. Winterraps brachte einen Ertrag von 3,5 Tonnen pro Hektar ein.

Sonnenblumen

2021 wurden Sonnenblumen laut vorläufigen Zahlen auf 38.200 Hektar angebaut. Im gleichen Jahr wurden 95.000 Tonnen Sonnenblumen geerntet. Der Ertrag lag somit bei 2,5 Tonnen pro Hektar. Das aus Sonnenblumenkernen hergestellte Sonnenblumenöl dient mit seinem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren als eine wertvolle Ergänzung der menschlichen Ernährung. Es wird ebenfalls häufig zur Produktion von Margarine genutzt.

Sojabohnen

Da Sojabohnen sehr wärmeliebend sind wurden sie lange nicht in großem Umfang in Deutschland angebaut. Während der letzten zehn Jahre gewann der Anbau von Sojabohnen allerdings auch hier an Bedeutung. Seit 2016 hat sich die Sojaanbaufläche von 16.000 auf 34.000 Hektar in 2021 verdoppelt. In Baden-Württemberg und Bayern liegen rund 80 Prozent dieser Flächen. Mit einem Hektarertrag von drei Tonnen lag die Erntemenge im Jahr 2021 bei 104.000 Tonnen. Diese Entwicklung ist durch die Zucht kältetoleranter Sorten und durch steigende Temperaturen in Deutschland möglich.